Wegen Putschplänen steht ein Ex-KSK-Soldat vor Gericht. Er schiebt die Schuld auf Mitangeklagte, belastet sich dabei aber unfreiwillig selbst.
Reichsbürger Prozess: Der ehemalige KSK-Soldat Peter Wörner vor Gericht in Frankfurt am Main, am 30.7.2025
Matthias Gränzdörfer/imago
Mehr als zwei Jahre beziehungsweise 135 Verhandlungstage lang hat der ehemalige Elitesoldat des Kommandos Spezialkräfte (KSK) vor Gericht geschwiegen. Kein Wort hat Peter Wörner zu den Vorwürfen von Terrorismus und Hochverrat verloren, die ihn zusammen mit acht weiteren Männern und Frauen vor den Staatsschutzsenat des Frankfurter Oberlandesgerichts geführt haben: die Vorbereitung eines gewaltsamen Reichsbürger-Putschs, angeführt von dem Immobilienunternehmer Heinrich XIII. Prinz Reuß.
Jetzt hat der 58-Jährige, der zuletzt als Survivaltrainer und Militariahändler tätig war, überraschend sein Schweigen gebrochen. Es sollte wohl ein Befreiungsschlag werden. Doch je länger Wörner am Dienstag und Mittwoch redet, desto mehr nähert sich seine Einlassung einem Geständnis an.






