Die Nachfolge von Jens Spahn als Unionsfraktionschef ist offiziell: Die CDU/CSU-Fraktion hat in einer Sondersitzung für den Vertrauten von Bundeskanzler Friedrich Merz und bisherigen Kanzleramtschef, Thorsten Frei, votiert. Er erhielt 91,9 Prozent der Stimmen. Bei 185 abgegebenen Stimmen entfielen 170 auf Frei. Enthaltungen werden von der Union nicht mitgezählt, sondern nur Ja und Nein-Stimmen.Es gab nur eine Ausnahme: Friedrich Merz kam 2022 auf 89,5 Prozent. Spahn bekam bei seiner ersten Wahl im vergangenen Jahr 91,3 Prozent. Bei Wiederwahlen gab es dagegen häufiger Ergebnisse unter 90 Prozent. Das wäre in diesem Fall aber als Dämpfer betrachtet worden.

Rückkehr in die Fraktionsführung nach 15 MonatenDer 52-jährige Frei war schon nach der Bundestagswahl im vergangenen Jahr als Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Gespräch, wurde dann aber von Merz ins Kanzleramt geholt. Dort stand er lange Zeit in der Kritik. Sowohl aus beiden Koalitionsparteien als auch aus den Ländern wurde ihm mangelnde Koordination der Zusammenarbeit vorgeworfen, auch wenn sich das in den vergangenen Monaten besserte.