PfadnavigationHomeRegionalesHessenZu wenig Wasser in Talsperren und FlüssenStand: 13:45 UhrLesedauer: 3 MinutenDie Verfärbung am Pegel in Hann. Münden macht deutlich, wie hoch das Wasser üblicherweise steht. (Archivbild) Quelle: Stefan Rampfel/dpaDer Weser fehlt Wasser für die Schifffahrt, weil die Edertalsperre kaum noch Wasser hat. Auch die Harzer Talsperren verzeichnen Negativrekorde - und eine Besserung ist nicht in Sicht.Negativ-Rekord bei den Talsperren im Harz, Dürre an der Edertalsperre, kaum Schifffahrt auf der Oberweser: Die Trockenheit macht sich in zahlreichen Gewässern bemerkbar. Und: Absehbar dürfte sich daran auch nichts ändern, sagte Fachmann Maurice Jurke vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser. Auch kleinere Schauer und Unwetter würden nicht genug Wasser bringen, um das Defizit aufzufangen.Seit Ende vergangener Woche sind mehrere Abschnitte der Oberweser nicht mehr von Schiffen zu befahren. Betroffen sind etwa die Bereich Hann. Münden und Bodenwerder. Bei Hameln können Fahrgastschiffe noch unterwegs sein, wie etwa die Flotte Weser auf ihre Website mitteilt.Zu wenig Wasser aus TalsperreGrund ist das rapide Absinken des Wasserstandes seit Mitte vergangener Woche, weil die Edertalsperre in Nordhessen ihre Wasserabgabe auf ein Minimum reduziert hat. In Deutschlands größter Talsperre sind derzeit lediglich rund 37,5 Milliarden statt der zu dieser Jahreszeit üblichen rund 148,5 Milliarden Liter Wasser. Eigentlich soll die Edertalsperre die Oberweser im Sommer schiffbar halten. Sie ist über die Eder und Fulda mit der Weser verbunden, die ihrerseits mit wenig Wasser zu kämpfen haben.Die Folge: Am Pegel in Hann. Münden werden nur noch 69 Zentimeter gemessen. Für die Schifffahrt wären dort aber 120 Zentimeter notwendig. In Bad Karlshafen beträgt der Pegelstand derzeit 56 Zentimeter, in Bodenwerder sind es knapp über 90 Zentimeter, in Hameln 66. Laut einer Vorschau des Wasserstraßen- und Schifffahrtamtes (WSA) vom Mittwochmorgen soll sich daran in den kommenden Tagen kaum etwas ändern.Keine Verbesserung im SommerLeichter Regen wie in den vergangenen Tage führe nicht zu großen Veränderungen, sagte WSA-Experte Jurke. Die Pegelstände lägen im erwarteten Bereich. Für die kommerzielle Schifffahrt bleibe die Oberweser damit wegen des Niedrigwassers unbefahrbar. Der Experte rechnet nicht damit, dass sich das im Sommer noch einmal ändert.Im Harz macht sich die Lage in den Talsperren bemerkbar: Zu 63 Prozent sind die Wasserspeicher im Durchschnitt gefüllt - 12 Prozentpunkte weniger als zu dieser Jahreszeit üblich. Die Trinkwasserversorgung ist laut einem Sprecher der Harzwasserwerke aber nicht gefährdet. Die Füllstände unterschieden sich zwischen den einzelnen Speichern deutlich.Negativ-Rekord an OkertalsperreBesonders auffällig ist die Trockenheit in der Okertalsperre im Oberharz: Sie ist nur noch zu 32 Prozent gefüllt - Negativrekord für Ende Juli. Der historische Tiefstand der Talsperre wurde im Dezember 2022 mit 17 Prozent gemessen.Neben der Trinkwasserversorgung werden die Talsperren auch dafür benötigt, um die Wasserstände an den nachgelagerten Flüssen wie Oker, Innerste und Leine zu regeln. Bis zu 50 Prozent kann das Talsperrenwasser in den Flüssen ausmachen. Zum Schutz von Natur und Umwelt entlang der Flüsse werde die Wasserabgabe nie komplett gestoppt.dpa-infocom GmbH
Zu wenig Wasser in Talsperren und Flüssen - WELT
Der Weser fehlt Wasser für die Schifffahrt, weil die Edertalsperre kaum noch Wasser hat. Auch die Harzer Talsperren verzeichnen Negativrekorde - und eine Besserung ist nicht in Sicht.










