Die Trockenheit und der geringe Oberwasserzufluss der Weser machen der Landwirtschaft zu schaffen. Sie versalzen das Wasser, das die Rinder saufen.

Die Wesermarsch: Gräben begrenzen die Weiden. Auch die Kühe rechts oberhalb der Hunte-Brücke nutzen sie als Tränke

Lars Penning/dpa

In den kommenden Tagen erwartet die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung Niedrigwasser für die Weser. Wenn der Wasserstand unter die schiffbare Mindesthöhe sinkt, ist das aber nicht nur ein Problem für die Transportwirtschaft, sondern auch ein ökologisches und eines für die Landwirtschaft.

Trockene Phasen, in denen wenig Frischwasser vom Oberlauf des Stroms kommt, machen besonders sichtbar, was Forscher inzwischen als globales Phänomen ausgemacht haben: das Vordringen der Salzwassergrenze in Ästuaren – in tidebeeinflusste Flussmündungen also. An der Nordseeküste ist das ein besonderes Problem, weil die Landwirte das Wasser verwenden, um ihre Tiere zu tränken oder ihr Obst durch Frostberegnung zu schützen.