Der südkoreanische Chipkonzern SK Hynix hat trotz eines Rekordgewinns die hohen Erwartungen der Anleger verfehlt und damit Sorgen über sinkende Ausgaben der Techunternehmen für künstliche Intelligenz (KI) geschürt. SK-Hynix-CEO Kwak Noh-Jung (60) teilte mit, dass der operative Gewinn im abgelaufenen Quartal zwar um mehr als das Sechsfache auf den Rekordwert von umgerechnet 36,73 Milliarden Euro gesteigen sei.
Damit verfehlte der Konzern jedoch die Prognose der Analysten, die LSEG-Daten zufolge mit knapp 39 Milliarden Euro gerechnet hatten. Der Umsatz kletterte um 257 Prozent auf 48,15 Milliarden Euro, blieb damit jedoch ebenfalls unter den Schätzungen.Die Aktien des Nvidia-Zulieferers brachen daraufhin am Dienstag an der Börse in Seoul zeitweise um knapp 20 Prozent ein.„Es herrscht Sorge, dass die Technologiekonzerne bei ihren Investitionen in KI-Infrastruktur eine Pause einlegen“, sagte Analyst Lee Min-hee vom Finanzdienstleister BNK Investment. Ein weiterer Dämpfer für die Börse war, dass das Management trotz rasant steigender Bargeldreserven darauf verzichtete, detaillierte Pläne für künftige Ausschüttungen an die Aktionäre vorzulegen.
SK Hynix wies die Sorgen über eine nachlassende Nachfrage jedoch zurück. „Große Kunden verlangen weiterhin nach mehr Speicherchips“, sagte SK-Hynix-Präsident Song Hyun-jong in einer Telefonkonferenz. Der Konzern setzt verstärkt auf langfristige Lieferverträge, um sich gegen die schwankende Nachfrage in der Branche abzusichern. Das Unternehmen plant zudem, seine Investitionsausgaben 2026 auf umgerechnet mehr als 25 Milliarden Euro von rund 18 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zu erhöhen. Die Produktionskapazitäten sollen ausgebaut werden, um der anhaltenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur gerecht zu werden.












