Man erkennt es an der Farbe des Wassers, das aus dem Topf läuft. Kaum trüb, kaum verzögert, oft schon nach Sekunden. Der Boden hat fast nichts behalten.Berlin liegt auf Sand. Was hier als Gartenerde durchgeht, ist in weiten Teilen der Stadt eiszeitlicher Schmelzwasserboden mit wenig Ton und wenig Humus. Er nimmt Wasser schnell auf und gibt es genauso schnell nach unten weiter, wo keine Wurzel mehr hinkommt.Deshalb trifft ein Ratschlag des britischen Gärtners Monty Don Berliner Gärten härter als schwere Lehmböden anderswo in Deutschland.Der BBC-Moderator und langjährige Kopf der Sendung Gardeners‘ World hält das ständige Nachgießen für den schwächsten Teil der Lösung. Entscheidend sei, wie viel Wasser der Boden überhaupt halten kann.
Humus wirkt wie ein Schwamm
In einem Podcast des BBC Gardeners´ World Magazine erklärte Don, Pflanzen sollten möglichst nicht dauerhaft von einer Wasserzufuhr von außen abhängen. Hilfreich sei ein Boden mit viel organischer Substanz.Eine lockere, humusreiche Erde speichert Feuchtigkeit und gibt sie langsam wieder ab. Die Wurzeln kommen dadurch noch an Wasser, wenn oben schon alles staubt.Sein Rat gegenüber dem Magazin Country Living: langfristig in die Bodenqualität investieren, statt die Gießfrequenz zu erhöhen.









