Warm und hart, das sind die ersten Gedanken, als der Roboterarm sich auf den Rücken senkt und in die Muskulatur des Autors drückt. Der Arm gehört zu einem kühlschrankgroßen Kasten und wird von Ben Wegscheider, 27, bedient, der seit ein paar Tagen mit Roborelax ein Massagestudio in der Münchner Sonnenstraße eröffnet hat, ganz ohne Masseurinnen und Masseure. Zunächst bleibt der Arm, der an eine Miniaturversion der Maschinen erinnert, wie sie in den Fertigungshallen der Autokonzerne oft zu sehen sind, zentral über dem Rücken des Kunden und misst den Untergrund. Sensoren wie etwa eine Wärmebild- und Fotokamera erstellen eine topografische Karte, ehe Wegscheider auf dem Display des Computers weitere Einstellungen vornimmt. Geschwindigkeit und Stärke der Behandlung zum Beispiel. Die beheizten vier Metallköpfe von jeweils der Größe einer Kastanie drücken dann zunächst mit sehr sanften 15 von 50 Stärkepunkten auf den Rücken, bei Stärke 30 entsteht durchaus schon ein richtiges Massagegefühl. Rücken und Beine kann man sich hier massieren lassen. Der Arm arbeitet, der Chef der Firma Roborelax antwortet auf Fragen: Wer hierherkommt und was ein Teilnehmer der letzten Massage-WM für ein Urteil gefällt hat.