Kiel (dpa/lno) - Die schleswig-holsteinische Grünen-Landesvorsitzende Lydia Rudow hat sich nach dem tödlichen Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erschüttert geäußert und ein Umdenken gefordert. „Ich möchte der queeren Community meine volle Solidarität aussprechen. Hass und Hetze dürfen nicht siegen“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen jetzt zusammenhalten und für Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft kämpfen - denn diese wird massiv bedroht, von Islamismus genauso wie von Rechtsextremismus.“Rudow forderte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) auf, umzudenken und die Förderung des queeren Jugendnetzwerks Lambda fortzuführen. Seit 1990 werde das Netzwerk durch Mittel des Kinder- und Jugendplans des Bundes mitfinanziert. Prien habe die Förderung in diesem Jahr gekündigt. „Das ist das völlig falsche Signal in einer Zeit, in der die queere Community immer stärker bedroht wird.“Mit der Neuausrichtung des Förderprogramms „Demokratie leben“ habe Prien bei vielen Trägern große Verunsicherung ausgelöst, kritisierte Rudow. Die neuen Förderrichtlinien seien ein Misstrauensvotum gegen die bisher geförderten Projekte. Viele Projekte, die sich für Demokratie und gegen Extremismus einsetzten, seien nun in Gefahr.© dpa-infocom, dpa:260729-930-452960/1
Grünen-Landesvorsitzende Rudow: Umdenken nach Anschlag
Kiel (dpa/lno) - Die schleswig-holsteinische Grünen-Landesvorsitzende Lydia Rudow hat sich nach dem tödlichen Terroranschlag auf den Christopher Street Day in Berlin erschüttert geäußert und ein Umdenken gefordert. „Ich möchte der queeren Community meine volle Solidarität aussprechen. Hass und Hetze dürfen nicht siegen“, sagte sie der Nachrichtenagentur dpa. „Wir müssen jetzt zusammenhalten und für Toleranz und Vielfalt in unserer Gesellschaft kämpfen - denn diese wird massiv bedroht, von Islamismus genauso wie von Rechtsextremismus.“Rudow forderte Bundesbildungsministerin Karin Prien (CDU) auf, umzudenken und die Förderung des queeren Jugendnetzwerks Lambda fortzuführen. Seit 1990 werde das Netzwerk durch Mittel des Kinder- und Jugendplans des Bundes mitfinanziert. Prien habe die Förderung in diesem Jahr gekündigt. „Das ist das völlig falsche Signal in einer Zeit, in der die queere Community immer stärker bedroht wird.“Mit der Neuausrichtung des Förderprogramms „Demokratie leben“ habe Prien bei vielen Trägern große Verunsicherung ausgelöst, kritisierte Rudow. Die neuen Förderrichtlinien seien ein Misstrauensvotum gegen die bisher geförderten Projekte. Viele Projekte, die sich für Demokratie und gegen Extremismus einsetzten, seien nun in Gefahr.© dpa-infocom, dpa:260729-930-452960/1













