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Die offene Software-Entwicklung steht vor einer massiven Zäsur. Eine renommierte Entwickler-Plattform zieht jetzt drastische Konsequenzen aus dem rasanten KI-Boom und ändert ihre Grundregeln. Das hat weitreichende Folgen.
Codeberg verbannt Vibe-Coder. (Bild: Shutterstock/Roman Samborskyi)
Der gemeinnützige Verein Codeberg e. V. aus Berlin hat auf seiner Generalversammlung 2026 eine weitreichende Entscheidung getroffen. Projekte, die primär von generativer Künstlicher Intelligenz geschrieben wurden, sind auf der Entwickler-Plattform künftig verboten. Eine entsprechende Änderung der Nutzungsbedingungen passierte die Abstimmung der Vereinsmitglieder mit einer deutlichen Mehrheit von 358 zu 144 Stimmen. Das ist eine klare Ansage. Codeberg positioniert sich damit als radikaler Gegenentwurf zur Microsoft-Tochter GitHub aus dem US-amerikanischen San Francisco.Anzeige
Dort gehört der Einsatz von KI-Werkzeugen längst zum Standardrepertoire. Codeberg wählt nun ganz bewusst den entgegengesetzten Weg. Der Verein argumentiert, man müsse das eigene Ökosystem vor sogenannten „LLM-Auswürfen“ schützen. Sogenannte Vibe-Coder würden die Software nicht mehr Zeile für Zeile selbst schreiben, lautet der Vorwurf. Sie ließen riesige Projekte durch Sprachmodelle generieren und lüden diese unkontrolliert hoch. Diese Repositories, von Codeberg als „Geister-Projekte“ bezeichnet, bänden enorme Hardware-Ressourcen. Serverauslastung und Speicherkosten stiegen durch automatisierte Test-Pipelines rasant an, obwohl echte Nutzer:innen völlig fehlten. Die Plattformbetreiber wollen diese „ausufernden Kosten durch Webcrawler“ offenkundig nicht länger von der Gemeinschaft tragen lassen.








