Zwei Menschen starben, als ein Islamist 2025 mit dem Auto in einen Demonstrationszug in München raste. Jetzt geht der Prozess gegen ihn zu Ende.
Fahrad N. tötete eine Frau und ihr Kind und verletzte 44 Menschen, als er 2025 sein Auto in eine Verdi-Demo steuerte
Elke Richter/dpa
Farhad N. soll zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt werden. Das zumindest fordert die Bundesanwaltschaft im Münchner Terrorprozess wegen des Anschlags auf eine Verdi-Demonstration im Februar 2025. Außerdem verlangte sie in ihrem Schlussvortrag am Dienstagvormittag die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld. Das würde eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren so gut wie ausschließen.
Auch wenn es für die Beurteilung der Tat durch das Gericht natürlich keine Rolle spielt, hat der Prozess gegen Farhad N. für die Beobachter eine neue Aktualität erfahren. Freilich dachte man sofort auch an das Attentat auf den Berliner CSD vom Wochenende, als die Bundesanwaltschaft im Gerichtssaal der Justizvollzugsanstalt Stadelheim ihr Plädoyer hielt. Ein Auto rast in eine Menschenmenge, es gibt eine Tote, Dutzende Verletzte, der Hintergrund ist vermutlich ein islamistischer: Die Parallelen sind zu augenfällig.











