Der schwankende Ölpreis wirkt sich positiv auf den Markt mit Elektroautos aus: Im zweiten Quartal habe der Anteil reiner Elektroautos (BEV) in der Europäischen Union mit 22 Prozent »den höchsten Wert aller Zeiten« erreicht und erstmals die Marke von 600.000 Fahrzeugen überschritten, teilte das Beratungsunternehmen PwC mit.

Dieses hatte eine entsprechende Untersuchung durchgeführt. Demnach übertraf in Deutschland der BEV-Anteil an Neuzulassungen im Juni den Hybridanteil mit 28,4 Prozent. Der Hybridanteil liegt bei 28,1 Prozent.Weltweit seien im zweiten Quartal mehr als 3,9 Millionen BEVs verkauft worden – laut PwC »ein Rekord bei Volumen und Marktanteil«. Die Beratungsfirma hatte für die Studie die Neuzulassungszahlen in weltweit 43 Märkten ausgewertet. Und wenngleich weltweit mehr E-Autos zugelassen werden, lässt die Geschwindigkeit des Wachstums der Studie zufolge nach.

Entscheidend dafür ist China. Der mit Abstand größte Elektroautomarkt der Welt schrumpfte laut PwC im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf knapp 3,6 Millionen BEVs. Weil parallel der Gesamtmarkt schrumpfte, machten die reinen Stromer dort im zweiten Quartal 44 Prozent der Neuzulassungen aus.»Die Ölpreisentwicklung wirkt wie ein externer Beschleuniger für die Verbreitung der Elektromobilität«, sagte PwC-Automobilmarktexperte Harald Wimmer. Entscheidend sei jedoch die technologische Reife der aktuellen Modellgeneration, konkret: »hohe Reichweiten, wettbewerbsfähige Preise und klare Vorteile bei den Betriebskosten«, so Wimmer.