Während beim DFB die Weichen mit der Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer inzwischen Richtung Zukunft gestellt sind, regiert in Italien aktuell das Chaos. Lange waren die Hoffnungen beim Fußballverband FIGC groß, man könne Pep Guardiola als neuen Coach gewinnen. Der 55-Jährige hatte seinen Job bei Manchester City mit dem Ende der vergangenen Saison aufgegeben, war somit nicht mehr vertraglich an einen anderen Arbeitgeber gebunden. Am Wochenende sagte Guardiola den Italienern allerdings ab – der erste Dämpfer. Schnell war mit dem ehemaligen Weltklassespieler Andrea Pirlo eine Alternative gefunden, mindestens genauso schnell gab es aus dem Verband heraus aber die ersten kritischen Stimmen. Pirlo, einst Weltmeister mit Italien, arbeitet mittlerweile als Trainer beim United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eigentümer des Klubs ist der russische Milliardär Sergej Lomakin. Die dadurch angeblich entstehende „Nähe zu Russland“, wie es in Verbandskreisen hieß, war Argument genug, dem 47-Jährigen abzusagen.

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Die Trainersuche geht also ein weiteres Mal von vorne los, jetzt allerdings auch ohne den Technischen Direktor Paolo Maldini, der gemeinsam mit seinem Berater Leonardo von seinem Amt zurückgetreten sein soll. Maldini galt als Fürsprecher von Pirlo, fühlte sich bei der finalen Entscheidung gegen den potenziell neuen Trainer von den Gremien übergangen. Besonders brisant: Maldini ist erst seit zweieinhalb Wochen im Amt, wollte die künftige Ausrichtung des viermaligen Weltmeisters neu gestalten. Millionen Fans in Italien machen sich nun große Sorgen. Am 25. September (20.45 Uhr) startet die Squadra Azzurra mit dem Heimspiel gegen WM-Viertelfinalist Belgien in die Nations League. Weitere Gegner in der Gruppe sind Frankreich und die Türkei. Ein neuer Mann an der Seitenlinie wird bis dahin zwangsläufig gefunden sein, gilt in der öffentlichen Wahrnehmung aber jetzt schon maximal als dritte Wahl.