Wer schon einmal versucht hat bei einer Behörde, der Krankenkasse seiner Wahl oder Versicherung ein wichtiges Anliegen vorzubringen, kennt das Gefühl: Man fragt sich, ob es vielleicht eine „magische Uhrzeit“ gibt, zu der die Chancen auf ein offenes Ohr am anderen Ende Leitung besonders gut stehen.
Noch nicht im Burnoutmodus
Tatsächlich gibt es zwar keine perfekte Minute für den Erfolg beim Amt, doch Erfahrungen aus Verwaltungspraxis, Organisationspsychologie und Service-Statistiken zeigen einige interessante Muster: Als besonders günstig gilt häufig der frühe Vormittag, etwa zwischen 8.30 und 10.30 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt sind viele Mitarbeiter bereits im Arbeitsmodus, haben ersten Routinen erledigt und verfügen meist noch über ausreichend Konzentration und Geduld für komplexere Anliegen.
Wer dann in der Behörde anruft oder persönlich erscheint, trifft oft auf Gesprächspartner, die noch nicht von einem Berg unerledigter Vorgänge, E-Mails und Rückrufen kapituliert haben und kurz vor dem alltäglichen Burnout stehen. Wer kennt’s nicht?
Ebenfalls unterschätzt wird die Zeit direkt nach der Mittagspause. Zwischen 13 und 14 Uhr starten viele Beschäftigte gewissermaßen in einen zweiten Arbeitstag. Die Aufmerksamkeit ist oft wieder höher als im berüchtigten bleiernen Mittagstief, und manche Menschen sind in dieser Phase besonders aufnahmebereit für Fragen, Erklärungen oder Lösungsvorschläge.







