Weniger Geld und bald möglicherweise mehr Arbeit: Die Gesundheitsreformen setzen Deutschlands Hausarztpraxen unter Druck. Es drohen längere Wartezeiten.

Leere Wartezimmer werden in Zukunft selten anzutreffen sein

Pia Bayer/dpa

Schon vor der Öffnung um 9.00 Uhr füllt sich die Treppe zur Gemeinschaftspraxis. Rund 20 Patientinnen und Patienten warten, die meisten mit dem Blick auf ihre Smartphones. Als die Tür aufgeht, reißt die Schlange am Tresen stundenlang kaum ab. Das Praxisteam hat gut zu tun, zumal auch das Telefon klingelt und E-Mails mit akuten Terminwünschen reinkommen.

Diese oft stressigen Situationen prägen den Arbeitsalltag der beiden Hausärztinnen, ihres Arztkollegen und der sieben weiteren Beschäftigten in dieser Berliner Gemeinschaftspraxis. Wird sich die Situation demnächst mal entspannen, oder ist eher mit einer Verschärfung zu rechnen?