Microsoft hatte am Juli-Patchday eine große Zahl an Softwareflicken verteilt, unter anderem auch für Verwaltung mittels Active Directory. Für eine der Schwachstellen ist nun Proof-of-Concept-Exploit-Code im Netz aufgetaucht. Microsoft warnt vor dadurch wahrscheinlicher werdenden Angriffen und gibt Admins Ratschläge.
Microsofts Threat Intelligence hat in der Nacht die Warnung vor dem Proof-of-Concept-Exploit auf Bluesky veröffentlicht. Bei der Schwachstelle „Certighost“ handelt es sich um eine Rechteausweitungslücke zu Admin in den Active Directory Certificate Services (AD CS), die Angreifer aus dem Netz ausnutzen können (CVE-2026-54121, CVSS 8.8, Risiko „hoch“). Angemeldete Nutzer können Attribute von Maschinen-Konten manipulieren und ein Zertifikat der AD CS erhalten, mit dem eine Authentifizierung über „PKINIT“ möglich ist. Angreifer können sich als Domain-Controller ausgeben und als solchen authentifizieren und im Anschluss AD-Operationen ausführen, erklärt Microsoft.
Microsoft führt weiter aus, dass die nun erfolgte Veröffentlichung von Proof-of-Concept-Code mit detaillierter Analyse der Schwachstelle Angriffe deutlich wahrscheinlicher macht. Das Unternehmen empfiehlt Admins daher, mit erhöhter Priorität so schnell wie möglich die Updates vom Juli-Patchday zu installieren. Microsoft gibt an, Aktivitäten von IT-Sicherheitsforschern zum Test der Schwachstelle beobachtet zu haben, jedoch noch keinen aktiven Missbrauch durch bösartige Akteure bestätigen zu können.








