Am Patchday im Juni stuft Microsoft zahlreiche Sicherheitslücken in etwa Azure, M365, Exchange Online, Office und Windows als „kritisch“ ein. In vielen Fällen können Angreifer aus der Ferne ohne Authentifizierung Schadcode ausführen und Systeme vollständig kompromittieren.

Ein Zero Day nach dem anderen

Unter den nun geschlossenen Schwachstellen finden sich auch die BitLocker-Zero-Day-Lücken YellowKey (CVE-2026-45585 „mittel“) und GreenPlasma (CVE-2026-50507 „mittel“), die ein Sicherheitsforscher mit dem Pseudonym Nightmare Eclipse offengelegt hat. Nutzen Angreifer diese Lücken erfolgreich aus, können sie die BitLocker-Festplattenverschlüsselung umgehen.

Der Forscher hat aber noch mehr Zero Days in petto und legte direkt nach dem Patchday die RoguePlanet getaufte Schwachstelle in seinem Blog offen. Diese Lücke bedrohe Windows 10 und 11 im voll gepatchten Zustand. Ansatzpunkt ist erneut die Schutzsoftware Defender. Nach einer erfolgreichen Attacke sollen Angreifer mit Systemrechten dastehen. Ein Sicherheitsupdate steht noch aus.

Der Sicherheitsforscher verfügt über Proof-of-Concept-Code. Bislang gibt es keine Hinweise darauf, dass Angreifer die Schwachstelle bereits ausnutzen. Der anonyme Sicherheitsforscher hat eigenen Angaben zufolge noch weitere Zero Days in petto, die er eigentlich am 14. Juli veröffentlichen wollte. Weil er mit RoguePlanet zu viel zu tun hatte, verschiebt sich das jetzt aber. Einen konkreten Zeitraum nennt er derzeit nicht.