PfadnavigationHomePanoramaKriminalitätKindesentführung„Versuch einer Verdunklungshandlung“ – Christina Block sorgt mit Brief für AufsehenStand: 12:25 UhrLesedauer: 2 MinutenChristina Block mit ihrem Anwalt Ingo BottQuelle: Marcus Brandt/Pool dpa/dpaEin auf Rumänisch verfasster Brief von Christina Block an eine Gutachterin sorgt für Unruhe im Verfahren. Das Schreiben soll intime Angaben über Nebenkläger Stephan Hensel enthalten und wurde außerhalb der Verhandlung übergeben – die Kammer prüft eine mögliche Verdunklung.Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Grund seien die schutzbedürftigen Interessen der Kinder und Nebenkläger, erklärte die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt. Diese könnten durch Bekanntwerden von Informationen im Gutachten einer jugendpsychiatrischen Sachverständigen verletzt werden.Für Aufregung im Saal sorgte die Reaktion des Gerichts auf einen Brief, den Christina Block nach Angaben der Vorsitzenden Richterin Isabel Hildebrandt an die Sachverständige Mareike Schüler-Springorum übergab. Dies sei außerhalb der Hauptverhandlung erfolgt.Lesen Sie auch„Das ist der Versuch einer Verdunklungshandlung“, sagte Hildebrandt. Die Strafkammer werde den Vorgang prüfen. Blocks Verteidiger Ingo Bott sprach von einem bedauerlichen Versehen seiner Mandantin.Staatsanwalt Marvin Steinberg sagte, es gehe um eine „Versuchshandlung“, seine Behörde werde aber nicht so weit gehen, einen Haftbefehl zu beantragen. Nach Angaben von Nebenklägervertreter Philip von der Meden geht es in dem auf Rumänisch verfassten Brief um die Sexualsphäre seines Mandanten, Stephan Hensel. Warum der Brief auf Rumänisch ist, war unklar. Hensel ist der Ex-Mann von Christina Block und Vater der Kinder.Die Hamburger Unternehmerin Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma im Zuge eines langen Sorgerechtsstreits mit ihrem Ex-Mann damit beauftragt zu haben, ihre beiden jüngsten Kinder – damals zehn und 13 Jahre alt – vom Wohnort des Vaters in Dänemark zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette „Block House“, Eugen Block, bestreitet die Vorwürfe. Es gibt noch sechs weitere Angeklagte.Lesen Sie auchDiese sollen dem Vater und den Kindern in Süddänemark aufgelauert haben, während sie an ihrem Wohnort Gråsten (Gravenstein) in der Silvesternacht 2023/2024 ein Feuerwerk beobachteten. Die Täter schlugen nach Angaben der Anklage Blocks Ex-Mann Stephan Hensel zusammen und zerrten den Jungen und das Mädchen, die sich wehrten, in ein Auto.Lesen Sie auchLaut Staatsanwaltschaft sollen die Entführer die Fahrzeuge in der Nähe der Grenze gewechselt haben. Dabei verschlossen sie den Kindern mit Klebeband den Mund. Die Tochter sei an den Händen gefesselt worden. Mit einem Wohnmobil fuhr die Gruppe demnach weiter nach Baden-Württemberg. Dort blieben die Kinder bis zum Eintreffen der Mutter am 1. Januar 2024, dann ging es weiter nach Hamburg.dpa/nw
Kindesentführung: „Versuch einer Verdunklungshandlung“ – Christina Block sorgt mit Brief für Aufsehen - WELT
Ein auf Rumänisch verfasster Brief von Christina Block an eine Gutachterin sorgt für Unruhe im Verfahren. Das Schreiben soll intime Angaben über Nebenkläger Stephan Hensel enthalten und wurde außerhalb der Verhandlung übergeben – die Kammer prüft eine mögliche Verdunklung.









