Die Waldbrände in Frankreich halten die Einsatzkräfte weiter in Atem. Zwar habe es eine »ruhige Nacht« gegeben und die Lage sei »stabil«, teilten die Behörden mit. Dennoch gibt es neue Evakuierungsaufforderungen.Mehrere nächtliche Brandentwicklungen nördlich von Le Porge und nördlich von Cap-Ferret konnten »dank des Einsatzes der Feuerwehr unter Kontrolle gebracht werden«, erklärte die zuständige Präfektur in der Gironde. Die durch das Feuer vernichtete Fläche habe sich nicht vergrößert. Den Angaben zufolge sind Helfer weiterhin damit beschäftigt, »Brandschneisen zu schlagen, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern«.
In der Gemeinde Lacanau im Département Gironde an der französischen Atlantikküste ordneten die Behörden die Evakuierung von fast 4000 Menschen von Campingplätzen, aus Ferienwohnanlagen, Feriendörfern und Freizeitparks an. Die Menschen wurden aufgefordert, ihre persönlichen Gegenstände mitzunehmen, den Anweisungen der Rettungskräfte zu folgen und sich fernzuhalten, bis die Behörden ihre Rückkehr genehmigen.Rund 15.000 evakuierte Bewohner von Orten eines Gebiets bei Biscarrosse im Département Landes konnten hingegen in ihre Häuser zurückkehren, nachdem die Feuerwehr dort den Brand am Montag unter Kontrolle bekommen hatte, wie die Präfektur des Departements Landes mitteilte. Im flächenmäßig größeren Brandgebiet des Departements Gironde dehnte sich das Feuer in der Nacht zwar nicht weiter aus, angesichts einer nach wie vor sehr unvorhersehbaren Lage bleibe die Einsatzbereitschaft aber uneingeschränkt erhalten, teilte die Präfektur in Bordeaux mit. Mit Beginn einer neuen Hitzewelle werde mit einem deutlichen Temperaturanstieg und einem Rückgang der Luftfeuchtigkeit gerechnet. Sport- und Kulturveranstaltungen wurden im gesamten Departement vorläufig untersagt.










