Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt entwickelt sich im Raum der Landeskirche Mitteldeutschland so etwas wie eine „bekennende Kirche“.
Die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland wäre bei einem Wahlsieg der AfD stark betroffen
Paul-Philipp Braun/imago
Ein Vergleich mit dem Kulturkampf des Reichskanzlers Bismarck gegen die katholische Kirche nach der Reichsgründung 1871 hinkt zwar. Allein schon deshalb, weil sich im Landtagswahlland Sachsen-Anhalt alle Konfessionen in Aufruhr gegen die AfD für den Fall ihrer Machtübernahme nach dem 6. September befinden. Mit Ausnahme weniger regionaler Freikirchen wie in Dessau-Roßlau, denen das „Regierungsprogramm“ der AfD eine Privilegierung verspricht, während die Freikirchen auf Bundesebene diese Vereinnahmung ablehnen.
Den „Kirchensteuerkirchen“ aber sagt die AfD den Kampf an, will die 1806 vereinbarten Enteignungsentschädigungen als faktische Staatsleistungen drastisch zurückfahren und die unangenehm aufklärerische Evangelische Akademie aushungern. Dagegen und gegen die bibelfeindlichen und menschenverachtenden Leitlinien der AfD formiert sich in Sachsen-Anhalt noch vor einer möglichen AfD-Alleinregierung so etwas wie eine „bekennende Kirche“.















