Auch insgesamt schrumpften die Pkw-Absätze um sieben Prozent auf 837.000 Fahrzeuge. Der Gewinn, der mit Autos erzielt wurde, stürzte um 26 Prozent ab.Auf Konzernebene konnten diese schlechten Zahlen teils ausgeglichen werden, der Konzernumsatz fiel nur um ⁠3,3 Prozent. Seinen Gewinn konnte das Unternehmen sogar steigern, weil es mit der Lieferwagen-Sparte und bei den Finanzdiensten besser lief. Gerade in Europa gelang es Mercedes zudem deutlich mehr E-Autos zu verkaufen. Unterm Strich legt das Betriebsergebnis von April bis Juni um 21,5 Prozent auf 1,55 Milliarden Euro zu, allerdings ausgehend von einem niedrigen Niveau. Das Ergebnis war im Vorjahreszeitraum um zwei Drittel eingebrochen.

Weil der Wettbewerbsdruck in der Volksrepublik nach wie vor hoch ist, kappt der Dax-Konzern seinen Umsatzausblick für das laufende Jahr und geht nur noch von einem Erlös leicht unter dem Vorjahreswert aus, statt auf Vorjahresniveau. Zudem schreiben die Schwaben wegen der trüben Aussichten in China auf die dortigen Gemeinschaftsunternehmen 704 Millionen Euro ab.Die Aktie legt an diesem Dienstag im frühen Handel um fast 5 Prozent zu. Analyst Philippe Houchois von der US-Investmentbank Jefferies sprach von insgesamt besseren Resultaten als erwartet. Der Großteil der Jahresprognose sei bestätigt worden. Die freien Finanzmittel seien durch den Verkauf von Daimler-Truck-Anteilen aufgepolstert worden. Die Wertminderung in China werfe allerdings Fragen auf. Auch Stephen Reitman vom Analysehaus Bernstein verwies auf die aktuellen Verluste aus chinesischen Gemeinschaftsunternehmen.