Beinamputation. Eine andere Option schien es für Uwe Schiller 2005 nicht mehr zu geben. Nichts mehr zu machen, sagten die Ärzte.Aber für Uwe Schiller und seine Frau Silke kam eine Amputation nicht infrage. Denn Uwe Schiller war immer ein aktiver Mensch. Bis ihm 1997 bei der Arbeit ein Eisenträger auf sein Bein fiel. Die Folge: ein offener Bruch, mehrere Operationen, lange Krankenhausaufenthalte. Während der Behandlung drangen vermutlich Keime in die Wunde. Sie verheilte nicht, und Antibiotika wirkten nicht mehr. Schließlich wurde Schiller ein Muskel aus dem Rücken geschnitten und in sein Bein transplantiert. Aber auch das brachte nicht die erhoffte Verbesserung. Nicht nur die Schmerzen, auch die psychische Belastung waren hoch – und sind es bis heute.