Friedrich Merz hat eine Eigenschaft, die bei Politikern selten ist: Er redet, wie er fühlt. In der Kirche beim Gedenkgottesdienst für die Opfer des CSD-Anschlags in Berlin stockte ihm die Stimme, als er von der Gewalt sprach, die Männer ertragen müssen, die Männer lieben, Frauen, die Frauen lieben, und all jene, die sich nicht ihrem biologischen Geschlecht zugehörig fühlen. Diese Gewalt fange schon bei dummen Witzen an, sagte er. Er klang ehrlich erschüttert.