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Autoindustrie: Porsche streicht bis 2035 insgesamt rund 9000 Stellen Porsche verschärft seinen Sparkurs und baut tausende Stellen ab. Der Autobauer kämpft mit Absatzproblemen und sinkenden Gewinnen.

Jahrelang war Porsche mit einer Marge von rund 15 Prozent der profitabelste deutsche Autobauer. Foto: Christoph Schmidt/dpaDer kriselnde Autobauer Porsche will in den kommenden Jahren rund 5000 weitere Stellen in der Region Stuttgart abbauen. Betroffen sind das Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum im nahen Weissach.Der Stellenabbau soll den Angaben nach sozialverträglich erfolgen: Die Mitarbeitenden sollen vor allem über Fluktuation, Altersteilzeit und freiwillige Aufhebungsverträge ausscheiden, wie das Unternehmen und der Porsche-Betriebsrat am Montag nach einer Betriebsversammlung im Stammwerk Stuttgart mitteilten.So reagiert die Porsche-AktieDie im MDax notierte Vorzugsaktie bewegte sich infolge der Bekanntgabe kaum und lag weiter ein halbes Prozent im Minus.Zusammen mit dem im vergangenen Jahr beschlossenen Wegfall müssen damit rund 8900 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Bei Tochterunternehmen werden rund 500 Jobs gestrichen, wie schon angekündigt wurde. Ziel sei, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und dabei langfristig möglichst viele Arbeitsplätze abzusichern.Im Gegenzug wird die Standortsicherung um fünf Jahre bis Ende 2035 verlängert. Bis dahin sollen außerdem 2,1 Milliarden Euro in den Standort Zuffenhausen und das Entwicklungszentrum in Weissach investiert werden. Betriebsbedingte Kündigungen sind in dieser Zeit ausgeschlossen, wie das Unternehmen und der Gesamtbetriebsrat mitteilten.Woher kommen Porsches Probleme?Porsche steckt in der Krise, weil das Geschäft in China einbricht, die erhöhten US-Zölle belasten und sich die enormen Investitionen in Elektroautos nicht auszahlen. Zwischen 2021 und 2025 haben sich die Verkaufszahlen in der Volksrepublik China mehr als halbiert. Ein Trend, der sich in diesem Jahr bislang fortgesetzt und sogar verstärkt hat. Das passt aber nicht zu den übergroßen Strukturen der Schwaben.Bis zum Rekordhoch vor drei Jahren von rund 320.000 Verkäufen hatte die Volkswagen-Tochter einen Boom erlebt. Die Belegschaft war seit 2015 um 75 Prozent auf zuletzt gut 42.000 Jobs gestiegen. Doch seither sank der Absatz immer schneller – für dieses Jahr prognostizierte Porsche im April 250.000 Fahrzeuge.Inside Volkswagen Wie es während der Aufsichtsratssitzung zu juristischen Drohungen kam Nach der historischen Aufsichtsratssitzung am 9. Juli geben Kapital- und Arbeitnehmerseite ihre Zurückhaltung auf. Sie kämpfen mit harten Bandagen. von Philip KaletaBeim Gewinn, der 2025 operativ auf 413 Millionen von 5,6 Milliarden Euro im Vorjahr eingebrochen war, wollen die Schwaben die Wende schaffen. Im ersten Halbjahr verdiente der MDax-Konzern 1,35 Milliarden Euro, eine Marge von 7,8 Prozent.Jahrelang war Porsche mit einer Marge von rund 15 Prozent der profitabelste deutsche Autobauer und neben Audi die Cash-Cow des VW-Konzerns.Was der neue Chef Leiters mit Porsche vorhatDem seit Januar amtierenden Porsche-Chef schwebt eine schlankere Sportwagenschmiede vor, die auch mit deutlich weniger verkauften Fahrzeugen satte Gewinne einfahren kann. Die Produktpalette soll gestrafft und die Zahl der Modellvarianten reduziert werden. Zugleich denkt der Manager über neue Fahrzeuge in margenstärkeren Segmenten nach – sowohl oberhalb der zweitürigen Sportwagen als auch oberhalb des Cayenne.Eine Rückkehr zu den Traumrenditen nahe 20 Prozent erwartete Leiters zuletzt nicht: Mittelfristig sollen vom Umsatz 10 bis 15 Prozent als Gewinn übrig bleiben. „Die deutliche Verbesserung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird vor allem mit unseren künftigen Produkten kommen.“ Das brauche aber Zeit. Wie sich Porsche im ersten Halbjahr geschlagen hat, will das Management im Detail am Mittwoch präsentieren. dpa-AFX, rtr, jre Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick