StartseiteUnternehmenAuto Autobauer: Porsche will offenbar 5000 weitere Jobs streichen VW steckt in der Krise und plant große Einsparungen. Nun sollen auch bei Porsche Stellen abgebaut werden. Der Aufsichtsrat stellt sich jetzt auch dahinter.

Regentropfen sammeln sich auf einem Porsche Logo. Foto: Christoph Schmidt/dpaDer Sportwagenbauer Porsche will einem Medienbericht zufolge wohl 5000 weitere Stellen abbauen. Porsche-Chef Michael Leiters plane, bis 2035 zwischen 5000 und 6000 Jobs zu streichen, berichtete die Zeitung „Bild“ am Mittwoch. Auch das „Manager Magazin“ berichtete über einen weiteren Arbeitsplatzabbau in dieser Größenordnung – in der ersten Sparrunde im vergangenen Jahr wurden 3900 Arbeitsplätze gestrichen. Ende 2025 zählte Porsche noch 42.000 Beschäftigte weltweit. Für die Verbleibenden solle eine Beschäftigungssicherung bis Ende 2035 gelten, wie „Bild“ mit Verweis auf ein Papier zu dem Plan berichtete.Ein Sprecher von Porsche lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten ab. Porsche ließ zugleich durchblicken, dass es noch keine Einigung zwischen Unternehmen, Betriebsrat und der ebenfalls involvierten Gewerkschaft IG Metall gibt. Der Vorstand habe auf der Aufsichtsratssitzung am Mittwoch „den aktuellen Stand der Verhandlungen“ des Zukunftspakets vorgestellt, erklärte ein Sprecher. „Der Aufsichtsrat hat hierfür seine Unterstützung zugesagt.“Die Volkswagen-Tochter wollte den Sparplan im Fall einer Einigung am Montag veröffentlichen, nachdem die Mitarbeitenden in einer Betriebsversammlung in Stuttgart informiert werden sollten. Wie „Bild“ weiter berichtete, will Leiters die jährlichen Sonderzahlungen an die Beschäftigten, die in der Vergangenheit bei guter Gewinnlage hoch vierstellig ausfielen, auf 1500 Euro deckeln und das Weihnachtsgeld kürzen.Zankapfel BeschäftigungssicherungPorsche steckt in einer schweren Krise, weil die Verkäufe in China eingebrochen sind und Leiters' Vorgänger, VW-Konzernchef Oliver Blume, zu stark auf Elektroautos gesetzt hatte. Die operative Rendite – lange Zeit um die 15 Prozent – war im vergangenen Jahr auf sechs Prozent abgesackt. Für dieses Jahr peilt der MDax-Konzern 5,5 bis 7,5 Prozent an. Porsche leitete schon unter Blume Personalabbau und Kostensenkungen ein, unter anderem auch durch das Ende der eigenen Batteriezellenfertigung. Leiters übernahm die Führung Anfang des Jahres. Er kündigte an, Strukturen zu straffen, Kosten zu senken und das Produktangebot grundlegend zu überarbeiten. Eine Strategie will er auf einem Kapitalmarkttag im Oktober präsentieren.Die zwei Porsche-Werke Stuttgart-Zuffenhausen und Leipzig sollen hingegen nicht gefährdet sein, obwohl auch sie nur zur Hälfte ausgelastet seien, wie das „Handelsblatt“ berichtete. Das „Manager Magazin“ erfuhr unterdessen von Insidern, Blume habe kürzlich auf einer Konferenz mit Führungskräften auch eine Verkleinerung des Stammwerks Zuffenhausen ins Spiel gebracht. Es war für das mäßig erfolgreiche Elektroauto Taycan erweitert worden. rtr Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick