Stephan Förster leitet die Prokrastinationsambulanz an der Universität Münster. Zwischen 300 und 500 Studierende und Mitarbeitende wenden sich jedes Jahr an die Einrichtung. Förster erklärt, ab wann sich Betroffene Hilfe suchen sollten und was gegen Prokrastination hilft.

DIE ZEIT: Jeder schiebt mal Aufgaben auf. Ab wann spricht man von Prokrastinieren?

Stephan Förster: Prokrastinieren ist chronisches Aufschieben, das zu einem Leiden führt. Also dann, wenn man Aufgaben so lange nicht erledigt, dass man etwa schlecht schläft, unter immer stärkeren Ängsten leidet oder depressiv wird. Betroffene sind sich der Folgen bewusst, können ihr Verhalten aber nicht ändern.