Die Schweiz unterstützt Frankreich im Kampf gegen die Flammen mit Armeehelikoptern und FeuerwehrleutenDie Schweiz schickt drei Armeehelikopter mit Crews für die Brandbekämpfung nach Korsika. 34 Feuerwehrleute aus der Westschweiz sind bereits seit Samstag in der Nähe von Bordeaux im Einsatz.Eva Hirschi27.07.2026, 18.48 Uhr3 LeseminutenDie Westschweizer Feuerwehrleute im Einsatz bei Bordeaux.zvg / Incendie Secours GenèveDer französische Zivilschutz hat die Schweiz um Verstärkung ersucht bei der Bekämpfung der Waldbrände, die derzeit in mehreren Teilen Frankreichs wüten. Neben der Unterstützung aus der EU beteiligen sich zehn weitere Länder an den Lösch- und Rettungsaktionen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Auch die Schweiz schickt Hilfe: Am Dienstag fliegen 3 Super-Puma-Helikopter sowie 20 Einsatzkräfte nach Korsika. Nebst dem Detachement der Armee reisen auch 2 Personen der Humanitären Hilfe des Bundes mit.Minuziöse Vorbereitung der Westschweizer FeuerwehrleuteBereits seit Samstag ist eine Gruppe von Feuerwehrleuten aus der Westschweiz in Frankreich im Einsatz. 23 Personen aus dem Kanton Genf, 8 aus dem Kanton Waadt, 2 aus dem Kanton Neuenburg sowie eine Person aus dem angrenzenden Hochsavoyen sind in 11 Fahrzeugen nach Bordeaux gefahren. Zunächst sollen sie verhindern, dass das Feuer auf eine grosse Solaranlage übergreift.Angestossen hatte diesen Einsatz die Genfer Berufsfeuerwehr. «Seit einem Monat verfolgen wir angesichts der anhaltenden Trockenheit die Entwicklungen in Frankreich und haben uns entsprechend vorbereitet. Wir wussten nicht, ob und wann wir zum Einsatz kommen würden – aber wir waren bereit», sagt Nicolas Millot, Sprecher des Genfer Feuerwehr- und Rettungsdienstes (GSIS). Am Freitag habe Genf – nach Absprache mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit des Bundes – Frankreich Unterstützung angeboten.Seit Samstag helfen 34 Feuerwehrleute aus der Westschweiz in der Nähe von Bordeaux mit, die Waldbrände zu bekämpfen.zvg / Incendie Secours GenèveDem war eine minuziöse Vorbereitung vorangegangen. Nebst personellen Ressourcen betraf dies vor allem die Logistik: «In Frankreich müssen wir möglichst autonom sein, um das lokale Sicherheitsdispositiv nicht zu belasten. Deshalb haben wir beispielsweise einen eigenen Sanitäter dabei, aber auch Nahrungsmittel, Schlafsäcke, Feldbetten, Kreditkarten und Bargeld», so Millot. Von Genf aus wurde der Einsatz koordiniert; die kantonale Gebäudeversicherung Waadt (ECA Vaud) und die kantonale Gebäudeversicherung Neuenburg (Ecap Neuchâtel) boten zusätzliche Einsatzkräfte aus ihren Reihen auf, sowohl von der freiwilligen als auch von der Berufsfeuerwehr.Dass die Westschweiz dem Nachbarland eigenständig Unterstützung angeboten hatte, ist das Ergebnis gegenseitiger Bestrebungen zur verstärkten Kooperation: Genf, Waadt und Neuenburg arbeiten insbesondere im Bereich der Zivilschutz- und der Feuerwehrausbildung schon länger mit Frankreich zusammen. So können unter anderem Schweizer Offiziere und Feuerwehrkader spezialisierte Schulen im Nachbarland besuchen.Frankreich gilt als eines der führenden Länder in der Brandbekämpfung. Ziel ist unter anderem eine Angleichung der Einsatzmethoden, um die Kooperation zu vereinfachen. Dieses und letztes Jahr wurden entsprechende Abkommen zwischen den Institutionen unterzeichnet.Schweizer Sicherheitsdispositiv nicht gefährdetDer Einsatz der Westschweizer Feuerwehrleute im Nachbarland ist bis zum 1. August geplant. Sollte weiterhin Bedarf an Unterstützung bestehen, ist anschliessend eine Ablösung denkbar.Nach einem baldigen Ende der Waldbrände sieht es derzeit nicht aus: Der französische Feuerwehrsprecher David Annotel sagte gegenüber dem Radiosender France Info, der Grossbrand in der Gironde werde mehrere Wochen, ja sogar mehrere Monate andauern.Mit elf Fahrzeugen fuhren die Westschweizer Feuerwehrleute nach Frankreich.zvg / Incendie Secours GenèveAuch in der Schweiz besteht das Risiko eines Waldbrands. In sechs Kantonen wurde die höchste Gefahrenstufe für Waldbrand ausgesprochen, in zwölf Kantonen herrscht absolutes Feuerverbot.Dass es wegen dieses Auslandeinsatzes bei einem allfälligen Waldbrand hierzulande an Feuerwehrkräften mangeln könnte, verneint Nicolas Millot: «Der Sicherheitsstandard in der Westschweiz ist garantiert. Wir sind bereit für die Hitzewelle und den 1. August.»Passend zum Artikel
Die Schweiz hilft Frankreich mit Helikoptern und Feuerwehrleuten gegen Waldbrände
Die Schweiz schickt drei Armeehelikopter mit Crews für die Brandbekämpfung nach Korsika. 34 Feuerwehrleute aus der Westschweiz sind bereits seit Samstag in der Nähe von Bordeaux im Einsatz.












