Abdoul B. wurde am Sonntagabend von der Polizei erschossen. Derweil ist das Todesopfer identifiziert, eine Frau aus Warschau. Islamverbände verurteilen die Tat.
Zusammenhalten: Vor dem Brandenburger Tor gedenken am Sonntag Trauernde der Opfer des Anschlags
Stefan Boness
Zwei Tage nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Berliner CSD ist die Identität des Opfers bekannt. Es soll sich um eine 65-jährige Frau aus Warschau handeln, die gemeinsam mit ihrer Tochter wegen des queeren Straßenfests nach Berlin gereist war. Die Tochter soll den Anschlag, bei dem ein Mann einen Van in eine Menschenmenge unweit des Festivalgeländes im Tiergarten steuerte, verletzt überlebt haben.
Der mutmaßliche Täter, ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln, ist ebenfalls tot: Am Sonntagabend wurde er in einer Kleingartenkolonie im Berliner Bezirk Spandau von Spezialeinsatzkräften erschossen. Er soll sich in einer ungenutzten Parzelle der Anlage versteckt haben. Als die Polizei ihn dort gegen 18 Uhr ausfindig machte, soll er mit einer „Stichwaffe“, wie es in der Pressemitteilung der Berliner Polizei heißt, auf die Einsatzkräfte zugerannt sein – die hätten daraufhin geschossen. Wie oft das SEK auf den Mann schoss, ist unklar. In jedem Fall scheiterten laut Polizei Wiederbelebungsversuche vor Ort










