Die Suche nach einem neuen Trainer für Italiens kriselnde Fußballnationalmannschaft versinkt zunehmend im Chaos. Nach der Absage von Wunschkandidat Pep Guardiola machte nun auch der frühere Weltmeister Andrea Pirlo öffentlich, dass er sich nicht mehr als Kandidat sieht. Pirlo steht wegen vielfältiger Kontakte nach Russland in der Kritik.
Eine offizielle Stellungnahme, dass Pirlo aus dem Rennen ist, gibt es vom italienischen Verband FIGC bisher nicht. Der viermalige Weltmeister Italien hatte im Frühjahr zum dritten Mal nacheinander die WM verpasst, weshalb Nationaltrainer Gennaro Gattuso gehen musste. Seitdem läuft die Suche nach einem Nachfolger.Pirlo ist 116-facher Nationalspieler und Leistungsträger beim Titelgewinn der Italiener 2006. Zwischenzeitlich war bereits berichtet worden, dass sich der Verband und Pirlo auf einen Vierjahresvertrag mit dem Ziel WM 2030 geeinigt hätten. Übers Wochenende kamen jedoch Berichte auf, dass Pirlos Russland-Kontakte die Verpflichtung gefährden könnten.
Bei Verein mit russischem Eigentümer unter VertragNach dem Ende seiner Spielerkarriere mit Stationen bei den Mailänder Vereinen Inter und AC sowie bei Juventus Turin trainierte er unter anderem Juve und Sampdoria Genua – wenn auch mit mäßigem Erfolg. Derzeit ist Pirlo Trainer beim United FC Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der dem russischen Milliardär Sergey Lomakin gehört.Zudem ist Pirlo globaler Markenbotschafter des russischen Wettanbieters Fonbet. Vor einigen Wochen war er zu einer Autogrammstunde in Moskau, was angesichts des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine nicht nur in Italien für Aufregung sorgte.







