OpenAI hat Ende vergangener Woche die schon im Januar angekündigte Anbindung von ChatGPT an Apple Health umgesetzt. Zunächst können Nutzer in den USA auf das Angebot zugreifen und auf Wunsch Daten vom iPhone für den Chatbot freigeben. Dazu gehören Health-Tracking-Angaben, die über Sensoren in iPhone oder Apple Watch erfasst wurden, aber auch digitale Gesundheitsakten, die über vorhandene Schnittstellen bei dem Apple-Dienst gespeichert sind.

„Mit Ihrer Erlaubnis“

ChatGPT Health tritt damit in eine neue Phase, nachdem der Dienst zunächst nur mit ausgewählten Nutzern getestet worden war. OpenAI verspricht, dass der Chatbot so hilfreicher bei Gesundheitsthemen sein wird, da er nun Echtdaten der User vorliegen hat. Schon jetzt löchern viele Menschen KI-Systeme mit Fragen aus dem Bereich der Gesundheit; teilweise werden ganze Befunde oder Laborwerte hochgeladen, um sie sich erklären zu lassen. Das kann aber auch nach hinten losgehen und Fehlinformationen fördern, warnen Mediziner.

Laut Angaben von OpenAI nutzen bereits jetzt „mehr als 300 Millionen Nutzer“ ChatGPT zur Beantwortung gesundheitsrelevanter Daten. „Mit Ihrer Erlaubnis kann ChatGPT nun die relevanten Informationen, die sie eingebunden haben, nutzen, um neue Ergebnisse mit früheren Tests zu vergleichen, Änderungen seit dem letzten Arztbesuch zusammenzufassen oder herausfinden, wie Schlaf, Aktivitäten und Sport zur täglichen Routine in Beziehung stehen.“