Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz hat einen geplanten Termin mit Bundeskanzler Friedrich Merz abgesagt. „Aufgrund der Ereignisse in den vergangenen Tagen im Zusammenhang mit Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder haben wir uns nach internen Beratungen in der Fraktion dazu entschieden, von einem gemeinsamen Termin mit Ihnen und unserer Fraktion Abstand zu nehmen“, heißt es in einem Schreiben an Merz.Demnach stand die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz mit dem Kanzlerbüro im Austausch, um einen Termin für ein gemeinsames Gespräch zu finden anlässlich ihrer Klausurtagung vom 9. bis 11. September in Berlin. „Die Entscheidung ist mir und uns nicht leicht gefallen“, schreibt der Vorsitzende Christoph Gensch stellvertretend für seine Fraktion.Der Umgang mit dem geschassten Verkehrsminister Schnieder habe in seiner rheinland-pfälzischen Heimat „für erhebliches Unverständnis“ gesorgt. „Die Art und Weise, wie in den vergangenen Tagen mit ihm umgegangen wurde, ist für uns schwer nachvollziehbar“, heißt es in dem Schreiben an Merz.„Ein persönlicher Austausch zwischen der CDU-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz und Ihnen setzt aus unserer Sicht ein Mindestmaß an gegenseitigem Vertrauen und Wertschätzung voraus“, schreibt Gensch. Dies sei durch die aktuelle Situation so leider nicht gegeben.Empfohlener redaktioneller Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen von unseren Redakteuren ausgewählten, externen Inhalt, der den Artikel für Sie mit zusätzlichen Informationen anreichert. Sie können sich hier den externen Inhalt mit einem Klick anzeigen lassen oder wieder ausblenden. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir der externe Inhalt angezeigt wird. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu erhalten Sie in den Datenschutz-Einstellungen. Diese finden Sie ganz unten auf unserer Seite im Footer, sodass Sie Ihre Einstellungen jederzeit verwalten oder widerrufen können. Merz reagierte auf der Pressekonferenz zum Kabinettsumbau am Montagnachmittag gelassen auf das Schreiben. „Ich gehe mal davon aus, dass sich die Wogen bis zum September wieder etwas geglättet haben und dass ich selbstverständlich dann auch die Landtagsfraktion aus Rheinland-Pfalz sehe“, sagte Merz. Im Augenblick gebe es gerade in diesem Landesverband eine verständliche Aufregung, „aber ich werde das auch nochmal erläutern“. Merz hatte Schnieder am Freitag mitgeteilt, dass er seine Entlassung plane. Schnieder kam dem Kanzler am Sonntag allerdings zuvor und bat offiziell um seine Entlassung, um den „unwürdigen Zustand“ zu beenden. Am Montag wurde dann bekannt, dass CDU-Politiker Steffen Bilger die Nachfolge antreten soll.Besondere Brisanz hat das Schreiben aus Rheinland-Pfalz auch deshalb, weil CDU-Politiker Gordon Schnieder Ministerpräsident des Landes ist – er ist der Bruder von Patrick Schnieder.Merz sagte in Berlin: „Ich gehe mal davon aus, dass sich die Wogen bis zum September wieder etwas geglättet haben und dass ich selbstverständlich dann auch die Landtagsfraktion aus Rheinland-Pfalz sehe.“ Im Augenblick gebe es gerade in diesem Landesverband eine verständliche Aufregung, „aber ich werde das auch nochmal erläutern“. Er werde auch mit Patrick Schnieder und seinem Bruder Gordon weiter sprechen.
Wegen Umgang mit Schnieder: CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz will nicht mehr mit Merz reden
Die CDU in Patrick Schnieders Heimat nimmt dem Kanzler dessen Umgang mit dem geschassten Verkehrsminister übel. Das zeigt ein Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt. Merz reagiert darauf gelassen.










