Ein Stück deutsche Spielzeuggeschichte geht zu Ende: Die Rolly Toys Insolvenz führt zur endgültigen Schließung des Werks in Neustadt bei Coburg. Zum 31. Dezember 2026 schließt die traditionsreiche Franz Schneider GmbH & Co. KG ihre Tore. Mehr als 110 Mitarbeiter erhalten ihre Kündigung.

60 Jahre lang produzierte das oberfränkische Familienunternehmen unter dem Namen „Rolly Toys" Gokarts, Schlitten, Kinder-Baufahrzeuge und die berühmten Trettraktoren. Der erste Trettraktor lief 1966 vom Band. Zuletzt entstanden am Standort jährlich rund 250.000 Kinderfahrzeuge auf etwa 36.000 Quadratmetern. Doch die Rettung nach der Insolvenz scheiterte – trotz Interessenten.

Warum die Rettung von Rolly Toys scheiterte

Geschäftsführer Frank Schneider hatte mit einer Insolvenz in Eigenverwaltung auf die Sanierung gesetzt. Monatelang suchten Geschäftsführung, Sanierungsexperten und Investoren nach einer Lösung.

Die Rettung war zum Greifen nah: Ein niederländisches und ein deutsches Unternehmen wollten den Betrieb komplett übernehmen und in Neustadt weiterproduzieren. Beide Interessenten sprangen jedoch überraschend ab.