Ende der Produktion in Deutschland: Bei Playmobil verlieren mehr als 300 Menschen ihren Job

Der Hersteller der traditionsreichen Playmobil-Figuren, die Horst-Brandstätter-Group aus dem fränkischen Zirndorf bei Nürnberg, hat im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen und macht weiter Verluste. Die Einnahmen gingen im Geschäftsjahr 2024/2025 auf 409 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen mit.

Im Vorjahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz für das Geschäftsjahr 2023/24 mit 490 Millionen Euro angegeben. Jetzt sprach ein Unternehmenssprecher von 449 Millionen Euro „Nettoumsatz“ im zurückliegenden Geschäftsjahr. Zum Vergleich: 2020/21 hatte der Umsatz noch bei rund 760 Millionen Euro gelegen.

„Der Umsatzrückgang hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgeschwächt“, heißt es in der Mitteilung. „Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurden umfassende strukturelle Anpassungen mit hohen Investitionen umgesetzt und in Kauf genommen, dass das Ergebnis vorübergehend negativ bleibt.“ Zur konkreten Höhe der Verluste machte das Unternehmen keine Angaben. Playmobil hatte unter anderem rund 700 Stellen im In- und Ausland abgebaut.

Im laufenden Geschäftsjahr sollen für die Marke Playmobil neue Zielgruppen erschlossen werden. So seien etwa die Verkaufszahlen für die Figuren der Fußball-Nationalmannschaft – einem Lizenzgeschäft mit dem Deutschen Fußball-Bund – vielversprechend. Im September sollen Figuren aller Fußball-Bundesliga-Mannschaften folgen.