Der Fahrplan 2027, höhere Kosten in zweistelliger Millionenhöhe und Konkurrenz für die DB durch Italo: Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) spricht im Interview über die größten Baustellen der Bahnpolitik – wörtlich und im übertragenen Sinn.Brandenburg muss für den Bahnverkehr spürbar mehr Geld zahlen. Befürchtet wird, dass der Fahrplan ausgedünnt werden muss. Zugleich könnte es auf den Schienen in der Region noch voller werden als heute. „Brandenburg darf nicht unter Italo leiden“, fordert Crumbach.So zugewandt er sich gibt: Im Gespräch wartet der Minister auch mit unangenehmen Nachrichten auf. Zum Beispiel für Bürger und Politiker in der Prignitz: Deren Wunsch nach einem Ausbau des Bahnverkehrs und einer neuen Strecke geht vorerst nicht in Erfüllung. Aber zunächst geht es um den Wechsel an der Spitze des Bundesverkehrsministeriums.

Nahverkehr

Neue Züge für die Linie RE3 von Berlin an die Ostsee: Mehr Kapazität, aber viele Klappsitze

Herr Crumbach, Bundeskanzler Friedrich Merz baut sein Kabinett um. Das trifft auch Patrick Schnieder, er gibt das Amt des Bundesverkehrsministers ab. Können Sie die Entscheidung nachvollziehen?Bundeskanzler Merz hat die Zeichen der Zeit erkannt. Jetzt braucht es auch im Verkehrsressort einen klaren Kurs nach vorn. Die Finanzierung der Schiene muss dringend neu geordnet werden. Allein die neue Trassenpreisregelung belastet den Nahverkehr zusätzlich mit rund 400 Millionen Euro jährlich – während der Bund an anderer Stelle entlastet wird. Diese Schieflage können und werden die Länder so nicht akzeptieren.