Die Feierlichkeiten zum 150-jährigen Jubiläum der Bayreuther Festspiele gipfeln in der Gedenkveranstaltung „Verstummte Stimmen“ mit einer Rede Michel Friedmans.
Michel Friedman bei der Bayreuther Gedenkveranstaltung „Verstummte Stimmen“ am Sonntag
Enrico Nawrath
Mit schöner Regelmäßigkeit liefern die Bayreuther Festspiele in den Wochen vor ihrer Eröffnung einen Skandal. In diesem Jahr ist den Festspielen ohnehin höchste Aufmerksamkeit sicher, denn sie feiern das 150. Jahr der Eröffnung des Festspielhauses 1876. Das Programm wurde erweitert, auch wenn erste kühne Pläne aus finanziellen Gründen verworfen wurden. Es wird einen KI-„Ring“ geben und erstmals kommt „Rienzi“ auf die Bayreuther Bühne, Wagners dritte Oper, die bislang nicht zum Kanon der dort gespielten Werke gehörte.
Der diesjährige Skandal war eine Verkettung von schlechter Kommunikation und jenen erstaunlich weltfremden Ungeschicklichkeiten, die in Bayreuth immer wieder frappieren. Um zu unterstreichen, in der Rückschau insbesondere auch über das düsterste Kapitel der Festspiele, nämlich ihre Rolle in der Nazizeit nachzudenken, hatte Festspielintendantin Katharina Wagner bereits vor einem Jahr Michel Friedman eingeladen, gemeinsam mit Christian Thielemann eine Gedenkveranstaltung zu gestalten.















