Tote in der Ukraine und Russland nach AngriffenBei russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Städte sind mindestens zwei Menschen getötet ⁠worden. Die ukrainische Hauptstadt Kiew sei am frühen Morgen mit ballistischen Raketen beschossen worden, teilte die ukrainische Luftwaffe am Sonntag mit. Später seien bei Angriffen auf die Städte Charkiw im Osten und Saporischschja im Süden zwei Menschen getötet und ‌weitere verletzt worden. Russland warf der Ukraine seinerseits einen Drohnenangriff auf die russisch besetzte Stadt Horliwka in der ostukrainischen Region Donezk vor, bei dem vier Menschen ums Leben gekommen seien. Rumänien schießt weitere Drohne abDie rumänische Armee hat am dritten Tag in Folge eine Drohne im Luftraum über dem Land abgeschossen. Das Fluggerät sei am Sonntag über dem Schwarzen Meer durch einen rumänischen Kampfjet des Typs F-16 abgefangen worden, erklärte Verteidigungsminister Radu Miruta im Onlinedienst Facebook. Der Abschuss sei fünf Minuten nach Eindringen der Drohne in den Luftraum des EU- und NATO-Mitgliedsstaates erfolgt. Am Freitag hatte die rumänische Armee erstmals seit Beginn des Ukraine-Krieges eine Drohne im Luftraum des Landes abgeschossen. Der Abschuss erfolgte nahe dem Dorf Padina gut 100 Kilometer von der Hauptstadt Bukarest entfernt. Am Samstag schoss die Armee im Donaudelta nahe der Grenze zur Ukraine eine weitere Drohne ab. Rumäniens Präsident Nicusor Dan erklärte, gemäß einer Untersuchung handele es sich bei der am Freitag abgeschossenen Drohne um ein Modell des vom Iran entwickelten Typs „Schahed“, „das von der Russischen Föderation in ihrem Angriffskrieg gegen die Ukraine eingesetzt wird“. Die Untersuchungen zu den am Samstag und Sonntag abgeschossen Drohnen seien noch im Gange, fügte Dan hinzu. Fabian DrahmouneKiew meldet Brände nach russischen AngriffenIn der Nacht ist es nach russischen Angriffen ‌in der ‌ukrainischen Hauptstadt Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko in mindestens ​drei Bezirken ⁠zu Bränden gekommen. Demnach hätten herabstürzende Trümmerteile die Feuer ausgelöst. ​Die russischen Streitkräfte ⁠griffen die Stadt ‌der ukrainischen Luftwaffe zufolge mit ballistischen Raketen an. Augenzeugen der ⁠Nachrichtenagentur Reuters ⁠hörten mehrfache Explosionen. Berichte über Opfer ⁠lagen ​zunächst ⁠nicht vor. Lena SpilgerIran verurteilt ukrainischen Angriff auf Frachter Die iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenkyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung. Selenskyj hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Auf Facebook teilte er mit, darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht. In seiner abendlichen Videoansprache verwies Selenskyj auf verstärkte Zusammenarbeit Moskaus und Teherans im militärischen Bereich. So versorge Russland das iranische Militär „intensiv“ mit Satellitenaufnahmen von der Golfregion. „Dabei besteht ein eindeutiger Zusammenhang zwischen den russischen Aufnahmen der Einrichtungen und den Angriffen der iranischen Streitkräfte – sowohl im Vorfeld der Angriffe als auch nach den iranischen Angriffen zur Einschätzung des verursachten Schadens“, sagte Selenskyj. Lena SpilgerSelenskyj rechnet mit weiteren Nordkoreanern auf Seiten Russlands Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet, dass Nordkorea Russland im Krieg gegen die Ukraine mit weiteren Truppen und schweren Waffen unterstützen wird. Unter anderem bereite sich Russland vor, weitere 30.000 nordkoreanische Soldaten in der Region Woronesch unterzubringen. Zudem wolle Pjöngjang weitere Abschussrampen für ballistische Raketen an Russland liefern, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.Dies gehöre zu den Kriegsplanungen Moskaus für den bevorstehenden Herbst. Nach den ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen, auf die sich Selenskyj in seinem Video berief, hege Kremlchef Wladimir Putin weiterhin keine Friedensabsichten. Die geplante Unterstützung Moskaus aus Nordkorea stufte Selenskyj als Bedrohung vor allem für Asien ein. „Russland hilft Nordkorea dabei, den Krieg zu erlernen, verbessert dessen Waffen und verschafft dem Land Erfahrungen im realen Einsatz von Waffen“, sagte Selenskyj. „All dies stellt eine Bedrohung für jeden in Asien dar, der sich in Reichweite nordkoreanischer Raketen befindet.“Kasachischer Präsident: Friert den Ukrainekrieg ein Der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu einem Stopp der Kämpfe in der Ukraine aufgefordert. Bei einem russisch-kasachischen Gipfel im sibirischen Omsk schlug er am Samstag im Beisein Putins ein „Einfrieren“ des Konflikts vor. Kasachstan ist ein Verbündeter Russlands, hat aber nie Unterstützung für Moskaus Offensive in der Ukraine signalisiert.„Wie kommt man aus dieser Situation heraus? Niemand weiß es, weil es die Positionen beider Seiten gibt“, sagte Tokajew in Omsk. „Aber es gibt andererseits auch einen Moment und die Möglichkeit, das alles einzufrieren.“ Es sei „eine Schande, junge Menschen sterben . . . All das muss gestoppt werden“. Selenskyj: Haben Ölraffinerie und Rüstungsfabrik angegriffen Die Ukraine hat Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge eine ⁠Ölraffinerie und eine Rüstungsfabrik weit im russischen Hinterland angegriffen. Die ukrainische Armee habe eine Ölraffinerie in Tjumen und eine Fabrik in Kirow getroffen, die Komponenten für Geschosse herstelle, teilt Selenskyj auf ‌der Online-Plattform X mit. Zudem sei ein Logistikstandort in Jekaterinburg getroffen worden. Weitere Details nennt Selenskyj nicht. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Gouverneur: Acht Tote bei Angriff auf Ferienlager in russisch besetzter Region Bei einem nächtlichen Angriff auf Ferienlager im russisch besetzten Teil der ukrainischen Region Saporischschja sind nach russischen Angaben acht Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien zwei Kinder, teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Jewgeni Balizki über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Bei einem Angriff Russlands auf die ukrainische Stadt Sumy wurden nach Angaben örtlicher Behörden drei Menschen getötet. Bei dem nächtlichen Angriff seien zudem mindestens zwei weitere Menschen verletzt worden, teilte der Leiter der städtischen Militärverwaltung über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. Ukraine lässt Elektromotorrad für die Front zuDas Verteidigungsministerium der Ukraine hat das erste allradgetriebene Elektromotorrad für den Einsatz an der Front zugelassen. In einem Post auf X heißt es dazu, der Druck, den das Motorrad auf den Boden auslöse, sei „nicht höher als der eines Infanteriestiefels“, sodass die meisten Panzerabwehrminen dadurch nicht ausgelöst würden. Entwickelt wurde das Motorrad mit dem Namen MUL.E demnach auf Wunsch der Truppe. Einem Bericht der Nachrichtenseite „Euromaidan Press“ zufolge gehören Motorräder inzwischen zu den gefragtesten Fahrzeugen an der Front. Sie verschaffen den ukrainischen Truppen Geschwindigkeit und Mobilität auf unwegsamem Gelände und eignen sich besonders für Gebiete, in denen kleinere Einheiten operieren. Im Jahr 2026 schloss die ukrainische Beschaffungsagentur für Verteidigung demnach Verträge über 1.500 Motorräder für die Streitkräfte ab – etwa dreimal so viel, wie noch im Vorjahr. Das MUL.E Es kann den Berichten zufolge zwei Soldaten mit Bewaffnung, kleinere Lasten und Verwundete auf nahezu jedem Untergrund transportieren. Außerdem kann das Motorrad einen voll beladenen Anhänger ziehen und ist mit einem Generator ausgestattet: Der wiederum kann beispielsweise Drohnen aufladen – oder Einheiten an der Front mit Strom versorgen. Fabian DrahmouneRumänien: Kampfflugzeug schießt abermals Drohne abEin F-16-Kampfflugzeug hat nach Angaben des rumänischen Verteidigungsministeriums eine weitere Drohne im nationalen Luftraum abgeschossen. Der Vorfall ereignete sich in einem unbewohnten Gebiet nahe der Grenze zur Ukraine, teilte das Ministerium mit. Damit hat das NATO-Land zum ​zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen eine Drohne abgeschossen, nachdem bereits zuvor der rumänische Luftraum mehrmals verletzt worden war. Die erste Drohne stammte rumänischen Ermittlern zufolge aus Russland.Fabian DrahmouneÖsterreich gegen schnellen EU-Beitritt der UkraineÖsterreich hat sich gegen einen schnellen Beitritt der Ukraine in die Europäische Union ausgesprochen. Europaministerin Claudia Bauer von der konservativen ÖVP übte dabei auch Kritik an Präsident Wolodymyr Selenskyj. „Der ukrainische Präsident ist meinem Eindruck nach in den letzten Monaten häufiger dadurch aufgefallen, dass er der EU am liebsten ein Beitrittsdatum diktieren möchte“, sagte Bauer der „Welt am Sonntag“. „Ein Turbo-Beitritt auf Antrag - das geht natürlich nicht.“Claudia Bauer, österreichische EuropaministerinMan habe die Pflicht, die Aufnahmefähigkeit der EU sorgfältig zu bedenken, führte sie aus. „Ein Beitritt der Ukraine mit 39 Millionen Menschen und einer komplett anders ausgeprägten Agrarstruktur würde die EU maßgeblich verändern.“ Zudem warnte sie vor einer „Zweiklassen-Gesellschaft“ bei der Aufnahme. „Alle Beitrittskandidaten - auch die Ukraine - müssen dieselben Regeln befolgen und sich einen Beitritt durch Leistung verdienen.“Hannah Sturm10 Tote in Sumy nach russischem DrohnenangriffBei russischen Drohnenangriffen sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy mindestens zwei Männer getötet worden. Drei weitere seien verletzt worden, teilte der geschäftsführende Bürgermeister der Großstadt, Artem Kobsar, bei Telegram mit. Bei den Angriffen seien eine Tankstelle, das Dach eines Mehrfamilienwohnhauses und ein nicht genanntes Infrastrukturobjekt beschädigt worden. Russische Truppen sind etwa 20 Kilometer von Sumy entfernt. Hannah SturmSelenskyj warnt BevölkerungDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainische Bevölkerung vor einem neuen massiven russischen Raketenschlag gewarnt. „Dieser Schlag kann bereits heute stattfinden. Nach vorläufigen Informationen soll er innerhalb der nächsten 48 Stunden erfolgen“, sagte der Staatschef in einer am Abend veröffentlichten Videoansprache. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarme nicht zu ignorieren. Trump und Selenskyj beraten am 28. Juli in WashingtonAm kommenden Dienstag treffen sich US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Das kündigte die US-Regierung an. Zuletzt hatten sich Trump und Selenskyj Anfang Juni am Rande des NATO-Gipfels in Ankara getroffen. Ballistische Rakete trifft Rüstungsmesse in KiewBei einem russischen Raketenangriff auf die Region Kiew sind mindestens zehn Menschen getötet und fast 100 weitere Menschen verletzt worden. Der Angriff ‌mit einer ballistischen Rakete traf demnach ein Gelände, auf dem eine Veranstaltung der Rüstungsindustrie stattfand, wie ukrainische Behörden und Branchenvertreter am Freitag mitteilten. ‌Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte ‌auf dem Kurzmitteilungsdienst Telegram, ein Rettungseinsatz in der Region Kiew sei im Gange. Er nannte das genaue Ziel des Angriffs nicht, fügte jedoch hinzu, dass Untersuchungen ​zur Klärung des Vorfalls liefen.Dem kommissarischen ⁠Gouverneur der Region Kiew, Ruslan Olijnyk, zufolge traf die Rakete laut ersten Erkenntnissen ein privates Übungsgelände, ​auf dem Veranstaltungen stattfanden. Der ukrainische Branchenverband Rat der Rüstungsindustrie teilte mit, dass Vertreter der ⁠Branche vor Ort ‌gewesen seien. Der Verband sei jedoch nicht der Organisator der Veranstaltung gewesen. Zudem seien Informationen über den genauen Aufenthaltsort der Teilnehmer im Vorhinein nicht veröffentlicht worden. ⁠Walerij Borowyk, ⁠der Gründer des ukrainischen Drohnenherstellers First Contact, erklärte gegenüber ukrainischen Medien, die Rakete habe ⁠ein ​Übungsgelände getroffen, auf ⁠dem eine Rüstungsmesse veranstaltet worden ​sei. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko teilte mit, es sei ‌ein Verfahren wegen des Verdachts auf Amtspflichtverletzung bei der Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung ​eingeleitet worden.Mehr ladenTickarooLive Blog Software