In der Nacht zum Sonntag ist am Rande des Berliner Christopher Street Day (CSD) ein Fahrzeug in eine Menschenmenge im Tiergarten gefahren. Eine Frau starb, mindestens 16 Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen lebensgefährlich. Die Polizei fahndet nach einem Tatverdächtigen. Über den Anschlag berichteten am Sonntag Medien weltweit. Ihre Darstellung unterscheidet sich in mehreren Punkten.
Kriminalität
Amokfahrt bei Berliner CSD: Mindestens ein Toter, 16 teils Schwerverlezte
Bei der Einordnung gehen die internationalen Medien am weitesten auseinander. Die New York Times, die eine eigene Korrespondentin vor Ort hatte, schrieb bereits in der Überschrift von einem mutmaßlichen Terroranschlag und berief sich dabei auf einen „starken Verdacht“ der Polizei. Die Jerusalem Post stellte den mutmaßlich islamistischen Hintergrund des Verdächtigen in den Vordergrund. Die BBC und der Sender Al Jazeera verwendeten den Begriff Terrorismus nicht und beschrieben ein Fahrzeug, das in eine Menschenmenge gefahren sei. Die Agenturen AP und Reuters gaben zwei Aussagen der Polizei nebeneinander wieder: Der Sprecher ordnete den Verdächtigen dem „islamistischen Milieu“ zu, erklärte zugleich aber, zum Motiv lägen „keinerlei Erkenntnisse“ vor.










