In Zukunft fällt für alle Kleinsendungen mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro, die aus einem Nicht-EU-Land eingeführt werden, eine pauschale Zollabgabe von mindestens drei Euro an. Das hat das Einkaufen bei Temu und Co. deutlich teurer gemacht, insbesondere wenn man entweder nur eine kleine Bestellung aufgibt oder wenn man einen größeren Warenkorb mit vielen verschiedenen Warengruppen dort kauft.Anzeige

Die neue Zollabgabe in Höhe von 3 Euro wird nämlich nicht einfach nur einmal pro Paket berechnet, sondern maßgeblich sind die unterschiedlichen Zolltarifkategorien innerhalb einer Bestellung. Wer also etwa eine Hose, ein Kabel und einen Kosmetikartikel bestellt, kann deshalb mit drei unterschiedlichen Positionen und damit insgesamt neun Euro belastet werden.

Aber mehrere identische oder zollrechtlich gleich eingeordnete Artikel werden derselben Tarifunterposition zugerechnet. Fünf gleiche Kabel können daher nur eine Abgabe von drei Euro auslösen, während ein Warenkorb mit fünf völlig unterschiedlichen Billigartikeln deutlich teurer werden kann. Wer hier mit anderen zusammen bestellt, kann sparen.Anzeige

Plattform oder Versender verzollen in der Regel

Das ist für Kund:innen nicht immer einfach zu erkennen, sollte aber im Rahmen der Bestellung angezeigt werden. Wer Zusatzkosten vermeiden möchte, sollte deshalb nicht allein auf den besonders niedrigen Artikelpreis achten. Entscheidend ist der Endpreis einschließlich Versand, möglicher Importabgaben und eventueller Bearbeitungsgebühren des Paketdienstes.