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Iran-Krieg: Selenskyj – Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur Verfügung Live-Blog Huthis melden Angriff auf Anlagen von Saudi-Aramco +++ Iran ruft zu Dialog im Jemen-Konflikt auf +++ Israel nimmt Dutzende Palästinenser im Westjordanland fest +++ Der Newsblog.

Wolodymyr Selensky: Der ukrainische Präsident wirft Russland vor, Satellitenaufnahmen von US-Militärstandorten und Golfstaaten an den Iran weiterzugeben. Foto: dpaIran verurteilt ukrainischen Angriff auf FrachterDie iranische Regierung hat gegen einen mutmaßlichen ukrainischen Angriff auf ein Frachtschiff im Kaspischen Meer und den dadurch verursachten Tod eines Matrosen scharf protestiert. Nach Darstellung des Außenministeriums in Teheran soll ein weiterer Matrose bei dem Angriff am Samstag verletzt worden sein. Die iranische Mitteilung verwies darauf, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj den Angriff ausdrücklich eingeräumt habe. Es handele sich um einen Akt der Aggression, der die Flammen des Krieges weiter anfachen und verbreiten könnte, und um einen Verstoß gegen das Völkerrecht, hieß es in der Mitteilung. Selenskyj hatte am Vormittag tatsächlich verkündet, dass weitreichende Drohnen Schiffe im Kaspischen Meer getroffen hätten. Auf Facebook teilte er mit, darunter seien Schiffe gewesen, die militärische Güter geladen und Bezug zum Iran gehabt hätten. Weitere Details nannte er nicht. Selenskyj: Russland stellt Iran Satellitenbeobachtungen zur VerfügungRussland gibt dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zufolge seine Satellitenbeobachtungen im Nahen Osten an den Iran. Dies ermögliche dem Iran Angriffe in der Region, schreibt Selenskyj auf X. Seit Anfang Juli habe die Ukraine eine aktive russische Satellitenüberwachung der Golfstaaten und der dort befindlichen US-Militäreinrichtungen registriert. Diese Bilder tauchten anschließend im Iran auf. „Gleichzeitig besteht ein klarer Zusammenhang zwischen den russischen Satellitenbildern dieser Standorte und den iranischen Angriffen – sowohl vor den Angriffen, bei deren Vorbereitung, als auch danach, um den verursachten Schaden zu bewerten.“UN-Generalsekretär Guterres besucht Damaskus – Kritik an IsraelUN-Generalsekretär António Guterres ist zu seinem ersten offiziellen Besuch in Syrien eingetroffen. Bei seinem Aufenthalt in der Hauptstadt Damaskus rief er am Samstag die internationale Gemeinschaft zur Unterstützung des syrischen Volks auf. Er äußerte auch Kritik an Israel.Der Besuch ist der erste eines UN-Generalsekretärs in Damaskus seit 2009. Kurz nach seiner Ankunft sprach Guterres mit dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. Guterres suchte auch das berüchtigte Militärgefängnis Sajdnaja nördlich von Damaskus auf. Das Gefängnis wird mit einigen der schlimmsten Gräueltaten während der Assad-Herrschaft in Syrien in Verbindung gebracht. Baschar al-Assad war im Dezember 2024 als Präsident des Landes gestürzt worden.Guterres teilte auf der Plattform X zu seinem dreitägigen Besuch mit, dass es sich um „einen Solidaritätsbesuch“ handele. Mit Blick auf die von Israel annektierten Golanhöhen sagte er, dass sie für die Vereinten Nationen zu Syrien zählten. Guterres sagte, es dürfe keine Verstöße Israels gegen die Souveränität Syriens geben. „Was in der Region um die Golanhöhen passiert, ist absolut inakzeptabel“, sagte er.UN-Generalsekretär António Guterres (l.) bei dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa. dpaPolizeichef der Hamas bei israelischem Angriff getötetDie israelische Armee hat nach palästinensischen Angaben den Polizeichef der radikal-islamischen Hamas im nördlichen Gazastreifen getötet. Abdel-Nasser Al-Makadma sei bei dem Angriff im Viertel Scheich Radwan im Norden von Gaza-Stadt ums Leben gekommen, teilen das von der Hamas geführte Innenministerium und palästinensische Rettungskräfte mit. Makadma war auch als Gouverneur des nördlichen Gazastreifens bekannt. Eine Stellungnahme des israelischen Militärs liegt zunächst nicht vor. Bei einem weiteren israelischen Angriff wurde Rettungskräften zufolge ein palästinensischer Sanitäter im Flüchtlingslager Nuseirat im Zentrum des Gazastreifens getötet. Zudem sei ein Polizist seinen Verletzungen erlegen, die er bei einem israelischen Luftangriff in der vergangenen Woche erlitten hatte. Israel hat in den vergangenen Monaten Dutzende Mitglieder der von der Hamas geführten Polizei getötet, darunter auch Führungspersönlichkeiten.Huthis: Haben Anlagen von Saudi-Aramco angegriffenDie mit dem Iran verbündeten Huthis im Jemen haben nach eigenen Angaben Anlagen des Erdölförderers Saudi Aramco in Dschisan und Janbu in Saudi-Arabien angegriffen. Das erklärt der Militärsprecher der Huthi-Miliz, Jahja Sare. Eine Bestätigung aus Saudi-Arabien gibt es zunächst nicht.Israels Soldaten nehmen Dutzende Palästinenser im Westjordanland festNach einer tödlichen Auseinandersetzung im Westjordanland haben israelische Soldaten am Samstag Dutzende Palästinenser festgenommen. Bei einer Schießerei am Vortag waren mindestens vier Palästinenser und zwei israelische Soldaten getötet worden. Die Palästinenserbehörde im Westjordanland erklärte, die Schießerei sei von bewaffneten israelischen Siedlern provoziert worden, die das palästinensische Dorf Tal angreifen wollten. Das israelische Militär bezeichnete die beteiligten israelischen Zivilisten zunächst als Wanderer, räumte später jedoch ein, dass einige von ihnen bewaffnet waren. Beide Seiten hätten das Feuer eröffnet, bevor die Soldaten eingegriffen hätten. Der Bürgermeister von Tal, Walid Sidan, sagte Reuters, etwa 70 Menschen aus dem Dorf seien festgenommen worden. „Die Hausdurchsuchungen gehen weiter, Armeepatrouillen fahren durch die Straßen.“ Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte als Reaktion ein „scharfes Vorgehen“ an. Der israelische Armeechef Ejal Samir sagte, der Einsatz diene dazu, „Terrorismus zu vereiteln, die Sicherheit israelischer Zivilisten zu gewährleisten und eine weitere Eskalation zu verhindern“. Bürgermeister Sidan erklärte hingegen, die Siedler hätten das Dorf gezielt schikaniert.