Populismus war im letzten Jahrzehnt in Europa vor allem rechtsreaktionär. Mittlerweile wollen aber auch diejenigen, die sich politisch links und progressiv wähnen, in emotionsgetriebene Empörung ausbrechen dürfen. Dafür gibt es einen Markt, und einige Medien bedienen diese Klientel: endlich auch mal Wutbürger sein dürfen, nur mit der vermeintlich moralisch richtigen Position im Hintergrund.Medien wie Correctiv oder Volksverpetzer arbeiten aktiv mit populistischen Mitteln, sind gerichtlich verbriefte Meinungsmacher, tragen aber eine angebliche Orientierung an den Fakten, an der Wissenschaftlichkeit und an der journalistischen Sorgfalt wie eine Monstranz vor sich her. Daraus machen sie nicht einmal einen Hehl. Volksverpetzer gibt offen zu: „Wir haben uns bewusst entschieden, auf Emotionen zu setzen, um Faktenchecks genau da viral gehen zu lassen, wo sie es normal schwer haben: In (sic) sozialen Medien. Wir nutzen die Methoden der Fake-Verbreiter gegen sie.“
Correctiv hat etliche Gerichtsprozesse am Hals, in denen berechtigte Zweifel an der Berichterstattung über das Treffen einiger rechter Akteure in Potsdam laut werden. Das Populistische liegt hier in der Verballhornung von Tatsachen unter dem Feigenblatt der Meinung. Millionen Menschen gehen trotzdem auf die Straße, Menschen werden im Nachgang gecancelt, Karrieren gekillt und moralisch unliebsame Journalisten angegriffen. Unsachlichkeit und Rage-Baiting sind zum Rüstzeug woker Medienschaffender geworden.








