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Reformpläne: Arbeitgeber fordern Korrekturen bei Rentenreform Die Regierung plant eine umfassende Rentenreform. Deutschlands Arbeitgebern gefällt das überhaupt nicht.

Die Alterssicherungskommission übergibt ihren Bericht an Bundeskanzler Friedrich Merz und Arbeitsministerin Bärbel Bas. Foto: Kay Nietfeld/dpaArbeitgeberpräsident Rainer Dulger warnt vor zusätzlichen zweistelligen Milliardenkosten durch die noch für dieses Jahr angekündigte Reform der Rente. „Und dafür klopft sich die Regierung auf die Schulter“, sagte Dulger der Deutschen Presse-Agentur. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) hatten die komplette Umsetzung umfassender Expertenvorschläge zur Rente angekündigt. Dulger pocht demgegenüber auf Korrekturen.Ab 2040 soll durch die erwirtschafteten Erträge das Rentenniveau steigen, sogar über den heutigen Wert von 48 Prozent. Bereits nach Vorstellung der Pläne hatte Dulger vor einer Mehrbelastung von mehr als 40 Milliarden Euro pro Jahr für Unternehmen und Beschäftigte gewarnt.Reformpaket Ein guter Startpunkt – nun fehlt noch ein Booster für den Aufschwung Das Reformpaket bewegt viel bei den Renten, im Arbeitsmarkt und beim Bürokratieabbau. Ein echter Wachstumsimpuls aber fehlt. Also: Weiter so! Ein Kommentar. Kommentar von Horst von ButtlarWarnung vor Verteuerung der ArbeitDulger lobte zwar das Ziel der Kapitalrente, die kapitalgedeckte Altersvorsorge zu stärken. Er forderte aber: „Wer eine kapitalgedeckte Säule aufbauen will, muss die Beitragsbelastung dafür an anderer Stelle senken, anstatt Arbeitgeber und Beschäftigte immer weiter zu belasten.“ Der Arbeitgeberpräsident mahnte: „Die Rente wird nicht sicherer, wenn wir Arbeit teurer machen.“Überfällig sei es gewesen, dass die Rentenkommission den demografischen Wandel anerkannt habe und die abschlagsfreie Frühverrentung beenden wolle. Die Kommission hatte vorgeschlagen, die Rente für „besonders langjährig Versicherte“ mit 45 Berufsjahren ohne Abschläge abzuschaffen. Zudem gehe der Plan eines bis 2041 auf 67,5 Jahre steigenden Rentenalters „in die richtige Richtung“. Beim Anstieg des Rentenalters bemängelte Dulger aber ein zu geringes Tempo.Scharfe Kritik an Minijob-PlänenScharf kritisierte der Vorsitzende der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände den Plan, Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit der Minijobs im Grundsatz abzuschaffen. „Ich beschäftige selbst Minijobber“, sagte der Heidelberger Unternehmer. Darunter seien einige Rentner, sie wollten dazuverdienen, zum Team gehören und kämen einmal die Woche. „Denen soll mal jemand erklären, dass ihre Arbeit abgeschafft gehört“, sagte Dulger. „Minijobs verdrängen keine regulären Stellen.“ Sie seien insbesondere ein wirksames Instrument gegen Schwarzarbeit. „Parlament ist schließlich kein Notariat“Generell zeigte sich Dulger „dankbar für die Arbeit der Kommission, und die Koalition soll sie umsetzen“. Das komplexe Paket dürfe dabei aber nicht einfach durchgewinkt werden. „Vielmehr müssen noch einige Korrekturen vorgenommen werden. Ein Parlament ist schließlich kein Notariat.“Merz und Bas hatten nach Entgegennahme des Abschlussberichts der Kommission im Juni angekündigt, die Elemente des Reformvorschlags eins zu eins umsetzen zu wollen. „Sie bilden ein Gesamtkonzept, das nur in seiner Gesamtheit funktioniert“, so der Kanzler. dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick