Kurbelradio: Während eines Blackouts Nachrichten hören
Dieser Testbericht erschien erstmals am 1. März 2026. Wir haben drei neue Kurbelradios getestet und den Text aktualisiert.Spätestens seit dem Stromausfall in Berlin Anfang des Jahres sind Kurbelradios begehrt. Wenn Strom, Internet und Mobilfunk ausfallen, könnten sie die letzte Möglichkeit sein, sich über den Stand der Dinge zu informieren. Möglich ist das, weil man die Energie für ihren Betrieb mit Muskelkraft produziert. Statt nach passenden Batterien suchen zu müssen, bedarf es nur einiger Drehungen an der meist hinten montierten Kurbel, um den nötigen Strom zum Radiohören zu erzeugen. Ganz egal, wie lange das Gerät womöglich in einer Schublade lag.
Aber wie lange müssen Sie wirklich kurbeln, um die Nachrichten hören zu können? Das haben wir in diesem Test ausprobiert und waren von acht der neun Geräte positiv überrascht: Auch wenn das Kurbeln bei einigen davon mühsamer ist als bei anderen, erfüllen sie das Versprechen, im Notfall auch ohne Strom aus der Steckdose zu funktionieren. Eines der getesteten Geräte versagte dabei jedoch.Bei den übrigen Funktionen zeigen sich große Unterschiede. Manche können Radio nur per UKW empfangen, andere auch über das digitale DAB+. Mehrere Modelle nutzen Solarpanels als zusätzliche Energiequelle, alle bieten sich außer als Radio auch als Powerbank zum Aufladen von Smartphones und anderen Geräten an. Viele haben integrierte LED-Leuchten als Notbeleuchtung. Zudem stellt sich die Frage: Taugen Kurbelradios nur für den Notfall oder kann man sie im Alltag auch als Küchen-, Bad- oder Werkstattradio nutzen?Wenn Sie wissen wollen, was DAB+ und RDS bedeuten, wie ein Kurbelradio technisch funktioniert und warum Rundfunk ausfallsicherer ist als Mobilfunk, erfahren Sie mehr zu diesen Fragen in den FAQ am Ende dieses Artikels.







