Das größte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte hat seinen 13. Testflug weitgehend nach Plan absolviert. Das vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk entwickelte Starship startete vom Weltraumbahnhof des Unternehmens im US-Bundesstaat Texas und flog eine Weile unbemannt durch das Weltall.

Die obere Raketenstufe stürzte dann rund eine Stunde später wie geplant kontrolliert in den Indischen Ozean. Die untere Raketenstufe fiel bereits kurz nach dem Start planmäßig ins Meer in der Nähe des Startplatzes. Auch das Aussetzen von Satelliten wurde wieder simuliert. Diesmal handelte es sich um 20 funktionierende „Starlink“-Internet-Satelliten, die allerdings wie geplant kurz nach dem Aussetzen in der Atmosphäre verglühten.

Der Testflug hätte eigentlich bereits vor rund einer Woche stattfinden sollen, musste dann aber kurz vor dem Start abgebrochen werden, weil einige Triebwerke nicht zündeten. Die US-Raumfahrtbehörde Nasa übertrug den Start live und spricht sogar vom dritten Versuch für diesen Testflug. Sie rechnet eine wetterbedingte Verschiebung am 23. Juli mit ein. Zum zweiten Mal kam bei diesem Test die „Version 3“ des Starship zum Einsatz. Dabei handelt es sich nach Angaben des Unternehmens um eine unter anderem im Hinblick auf Design und Leistungsfähigkeit komplett überarbeitete Version der Riesenrakete.