Startseite
Politik
International
Rohstoffe: Bundesregierung prüft geplante Übernahme von VAC durch US-Konzern Die geplante Übernahme des Magnetherstellers VAC durch Energy Fuels steht vor einer Prüfung. Deutschland will den Standort und strategische Kapazitäten sichern.
Blick auf das Haupttor des Spezialwerkstoffherstellers Vacuumschmelze (VAC) in Hanau: Der Hersteller gehört zu den wenigen Produzenten von Seltenen-Erden-Magneten außerhalb Chinas. Foto: dpaFrankfurt. Die Bundesregierung wird einem Medienbericht zufolge die geplante Übernahme des Magnetherstellers Vacuumschmelze (VAC) durch das US-Bergbauunternehmen Energy Fuels an Auflagen knüpfen. Die Bedingungen seien Teil einer laufenden Investitionsprüfung des 1,9 Milliarden Dollar schweren Zukaufs, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums teilte am Samstag mit: „Mir liegen derzeit keine Erkenntnisse dazu vor.“Es sei unwahrscheinlich, dass die Bundesregierung die Übernahme untersage, sagten die Insider laut Bloomberg. Sie dürfte jedoch Zugeständnisse fordern, um sicherzustellen, dass das Werk des Unternehmens im Raum Frankfurt für das Geschäft von zentraler Bedeutung bleibe. Das Unternehmen aus dem hessischen Hanau ist einer der wenigen Produzenten von Magneten aus Seltenen Erden außerhalb Chinas. Die USA und ihre Verbündeten versuchen derzeit verstärkt, ihre Abhängigkeit vom Marktführer China bei kritischen Mineralien zu verringern.Wie Bloomberg berichtete, hätten deutsche Regierungsvertreter betont, dass es sich bei der Investitionsprüfung nach den gesetzlichen Vorgaben um einen Routinevorgang handele, sobald Transaktionen Unternehmen in strategischen oder kritischen Wirtschaftssektoren beträfen. Das Bundeswirtschaftsministerium habe die Prüfung in einem Schreiben an einen Abgeordneten, das Bloomberg vorliege, bestätigt.Der US-Konzern Energy Fuels hatte Ende Juni angekündigt, den deutschen Magnethersteller Vacuumschmelze (VAC) für 1,9 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. VAC beschäftigt 3600 Mitarbeiter und beliefert mehr als 1000 Kunden, darunter den US-Autobauer General Motors. Mit dem Zukauf will das US-Unternehmen zu einem der weltweit größten nicht-chinesischen Produzenten von Magneten für die Luft- und Raumfahrt, Rüstungsindustrie und erneuerbare Energien aufsteigen.VAC-Chef Erik Eschen sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, er gehe davon aus, dass eine Prüfung der geplanten Übernahme stattfinde und auch andere europäische Länder das Geschäft untersuchten. Er sei offen dafür, sich zum deutschen Standort zu bekennen. „Dies wird kein einfacher Prozess, aber Deutschland weiß, wie wichtig wir sind, und wird hoffentlich die richtige Entscheidung treffen.“ Er sehe in der Übernahme seines Unternehmens eine Chance für Deutschland, sich über die Kanäle von Energy Fuels den Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Er räumte jedoch ein, dass es ein Risiko gebe, dass US-Kunden bevorzugt behandelt werden könnten. rtr Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt










