In Sachsen-Anhalt muss die SPD um den Wiedereinzug in den Landtag kämpfen. Sollte es für sie noch weiter bergab gehen, könnte die AfD durchmarschieren.

Auf der Kippe: Sachsen-Anhalts SPD-Spitzenkandidat Armin Willingmann

Matthias Bein/dpa

Für die SPD in Sachsen-Anhalt wird die Lage brenzlig. Sechs Wochen vor der Landtagswahl sind die So­zi­al­de­mo­kra­t:in­nen nach einer am Donnerstagabend veröffentlichten Insa-Umfrage im Auftrag des Focus auf katastrophale 5 Prozent abgerutscht.

Das ist der schlechteste Wert, der in Sachsen-Anhalt jemals für die in Magdeburg seit 20 Jahren als Juniorpartner der CDU mitregierende Partei ausgewiesen wurde. Mehr noch: Fällt die SPD bei der Wahl am 6. September unter die 5-Prozent-Hürde, würde sie nicht nur erstmals in der bundesdeutschen Geschichte aus einem Landtag fliegen. Zugleich hätte die AfD – zumindest nach derzeitigem Umfragestand – die absolute Mehrheit sicher.