Die chinesische Social-Media-Plattform TikTok schützt nach Einschätzung der EU-Kommission Kinder und Jugendliche nicht ausreichend. Die Kommission hat am Freitag weitere vorläufige Erkenntnisse der laufenden Untersuchung der Plattform vorgestellt und gibt TikTok nun die Gelegenheit, darauf zu reagieren.
Auf Grundlage vorläufiger Untersuchungsergebnisse geht die Kommission davon aus, dass insbesondere die Voreinstellungen für TikTok-Konten von Minderjährigen nicht den Regeln des EU-Gesetzes für digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) entsprechen.
Minderjährige gefährdet
Bei öffentlichen Konten seien Kinder und Jugendliche leicht auffindbar und so der Gefahr unerwünschter Kontaktaufnahmen etwa durch mögliche Straftäter ausgesetzt, teilte die Kommission am Freitag mit. Zudem bestehe ein erhöhtes Risiko von Cyberbullying. Auch wenn Minderjährige ihre Konten im Privatmodus betrieben, seien sie über Followerlisten leicht auffindbar.
Die Kommission geht davon aus, dass die Voreinstellungen bei Konten von Minderjährigen nicht den Standards des DSA entsprechen und Nutzer einer zu breiten Öffentlichkeit aussetzen. Das Gesetz sehe vor, dass solche Konten ein hohes Maß an Privatsphäre, Datenschutz und Sicherheit bieten müssen.










