Es ist ein Wahlkampfauftakt, der nach Ostsee riecht. CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters hält am Schweriner Pfaffenteich ein Fischbrötchen in die Höhe. Was auf den ersten Blick wie eine kulinarische PR-Idee für Sommertage wirkt, meint die Union durchaus ernst. Für Peters ist der Hering im Brötchen weitaus mehr. Kein Scherz, sagt der Landeschef sinngemäß. Sondern ein Symbol. „Das Beste an einem Fischbrötchen ist immer die Mitte.“ Und genau dort sieht er seine Partei. Allerdings erinnert die eigene Mitte derzeit eher an einen dünnen Faden als an ein dickes Brötchen.
Die Botschaft könnte also kaum größer sein als das Problem, das sie überdecken soll. Denn gut zwei Monate vor der Landtagswahl steckt die CDU in Mecklenburg-Vorpommern tief im Umfragekeller. Die jüngsten Werte von Infratest-dimap im Auftrag des NDR sieht die Christdemokraten nur noch bei neun Prozent. Einstellig. Für eine Partei, die jahrzehntelang den Anspruch hatte, das Land zu führen, ist das mehr als ein schlechter Wert. Es ist ein politischer Alarmruf.
Doch Peters denkt nicht daran, den Kopf in den Ostseesand zu stecken. „Unser Anspruch war und bleibt, unsere Heimat Mecklenburg-Vorpommern besser zu machen“, sagte er dieser Zeitung am Donnerstag in Schwerin. Abgerechnet werde immer am Schluss. Und seine CDU werde Mecklenburg-Vorpommern weder dem „rot-roten Niedergang“ noch dem „blauen Untergang“ überlassen. Mit Blick auf die aktuellen politischen Kräfteverhältnisse sind es große Worte. Die AfD liegt mit 36 Prozent klar vorn, die SPD deutlich vor der CDU.








