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Geld: So könnten die neuen Euro-Banknoten aussehen Mehr als 20 Jahre nach der Einführung des Euros bekommen die Scheine ein neues Design. Die EZB lädt zur Abstimmung ein – so könnte auch Beethovens Konterfei in Europas Portemonnaies landen.
Zehn-Euro-Banknote: Ludwig van Beethoven könnte das neue Gesicht des Geldscheins werden. Foto: European Central BankFrankfurt. Bislang ist das Design europäischer Banknoten Ausdruck eines Kompromisses: Sie sind geprägt durch fiktive Architektur – keine Nationalhelden, keine berühmten Bauwerke, keine Gewinner und Verlierer.Das will die Europäische Zentralbank (EZB) ändern. Mehr als ein Vierteljahrhundert nach der Einführung des Euros erhalten Europas Bürger neue Euro-Scheine. EZB-Präsidentin Christine Lagarde stellte am Donnerstag vor, wie sie aussehen könnten – und lässt nun darüber abstimmen.Europa und sein institutionalisiertes Gesicht – die Europäische Union ist alles andere als eine Nation. Es ist das Ergebnis eines Kompromisses, der vor rund 75 Jahren mit der Unterzeichnung des Vertrags der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Paris begann und sich bis heute gehalten hat.Insofern ist es nicht verwunderlich, dass sich die Designer der ersten Euro-Banknoten 1996 nur vorsichtig aus der Deckung wagten und sich – sich an der ihnen übergeordneten Institution orientierend – ganz dem Kompromiss verpflichtet fühlten.Das könnte sich mit den neuen Designvorschlägen ändern, die Christine Lagarde in der EZB-Zentrale vorgestellt hat. Die Entwürfe sind das Ergebnis eines europaweiten Designwettbewerbs. Die für die Gemeinschaftswährung zuständigen Notenbanker im EZB-Rat hatten ihn gemeinsam mit einer Expertengruppe – „Motifs Advisory Group“ – ausgerufen, nachdem sie sich auf zwei Themenfelder und die dafür vorgesehenen Motive geeinigt hatten.Bürger des Euro-Raums dürfen ab sofort bis zum 21. September auf der Website der EZB abstimmen, welche der zehn Designvorschläge sie bevorzugen. Der EZB-Rat will das Abstimmungsergebnis bei der finalen Entscheidung berücksichtigen.Designgruppe 1: Europäische KulturDie präsentierten Entwürfe lassen sich in zwei Designgruppen unterteilen. In der ersten Gruppe mit dem Titel „Europäische Kultur“ sind bedeutende europäische Persönlichkeiten wie der Bonner Komponist Ludwig van Beethoven oder der italienische Künstler und Universalgelehrte Leonardo da Vinci zu sehen.Mit der Darstellung des kulturellen Erbes Europas soll das europäische Gemeinschaftsgefühl gestärkt werden. Jeweils fünf Designvorschläge fallen unter diese Kategorie – die abgebildeten Persönlichkeiten bleiben dieselben, nur die Gestaltung ändert sich.Zehn-Euro-Banknote: Weiteres Design mit Beethoven. Foto: European Central Bank Die Motive der Designgruppe „Europäische Kultur“ decken neben den wichtigen Euro-Ländern Deutschland und Italien weitere Länder wie Frankreich mit der Physikerin und Chemikerin Marie Curie sowie Spanien mit dem Schriftsteller Miguel de Cervantes ab.Designgruppe 2: Flüsse und VögelIm zweiten Themenfeld steht das europäische Ökosystem im Mittelpunkt. „Diese Entwürfe repräsentieren die Grenzenlosigkeit, Freiheit und unsere Beziehung zur Natur“, sagt EZB-Präsidentin Lagarde bei der Vorstellung. „Sie erinnern uns an unsere Verantwortung gegenüber der Natur.“Die hier dargestellten Motive sollen für die Verbundenheit Europas stehen. Auch in dieser Kategorie stehen fünf unterschiedliche Designvorschläge zur Auswahl, die dieselben Motive jeweils unterschiedlich interpretieren.Ein Eisvogel als Motiv: In der zweiten Designgruppe steht die Natur im Mittelpunkt. Foto: European Central BankMit der zweiten Designgruppe knüpft die EZB an das ursprüngliche Prinzip der Euro-Banknoten an: keine nationalen Persönlichkeiten, sondern grenzüberschreitende Naturelemente prägen das Bild der Entwürfe. Verwandte Themen EZBChristine LagardeEuropaEuropäische UnionDie neuen Euro-Banknoten sind mehr als ein Zahlungsmittel. Geld erzählt immer auch eine Geschichte. Die ersten Euro-Scheine erzählten die Geschichte eines vorsichtigen Europas, das niemanden bevorzugen wollte. Die neuen Entwürfe erzählen die Geschichte eines Europas, das sich traut, sich selbst ein Gesicht zu geben – ob mit Beethoven oder einem Eisvogel.Erstpublikation: 23.07.2026, 20:00 Uhr. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt











