Deepfakes, also mit KI erzeugte oder stark manipulierte Fotos, Videos und Audios, könnten bald einfach erkannt werden. An der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ) haben Forscher eine neue Sensortechnologie entwickelt, die sich gegen die Flut der unechten, künstlich hergestellten Bilder- und Audiodaten stellen will. Der Ansatz der ETH-Wissenschaftler: Bilder, Videos und Audiosignale werden direkt bei der Aufnahme in einem Sensorchip kryptografisch signiert.

Die zunehmende Verbreitung von Deepfakes auf Onlineplattformen habe gravierende Konsequenzen, daher sei eine solche Technologie ein Muss für Demokratie und Gesellschaft, betont die ETH Zürich. Ob Fake-Statements von Politikern oder manipulierte Bilder aus Krisengebieten: derlei Fälschungen täuschen immer mehr Menschen – am Ende beginnen sie selbst integren Quellen zu misstrauen, fürchten die Forscher. Auch das Weltwirtschaftsforum (WEF) zählt KI-erzeugte Fehlinformationen und synthetische Medien zu den drängendsten globalen Bedrohungen.

So funktioniert die Technologie: Ein reales Ereignis (1) wird von einer Kamera aufgezeichnet, deren Sensorchip im Moment der Aufnahme sowohl die Bilddaten als auch eine kryptografische Signatur erzeugt (2). Nach der Speicherung in einem öffentlichen Register (3) kann diese Signatur später verwendet werden, um zu überprüfen, dass die Aufnahme authentisch ist und nicht verändert wurde (4).