Der japanische Philosoph Kohei Saito fordert eine „Diktatur der Ökologie“ als Antwort auf den Klimakollaps. Die Rolle des Staats bleibt dabei blass.

Der japanische Philosoph Kohei Saito fragt sich, wie wir die Klimakatastrophe als Gesellschaft überleben können

Basso Cannarsa/imago

Das Erscheinungsdatum von Kohei Saitos Buch könnte nicht passender sein. Wenn dieser Tage die Sonne erbarmungslos vom Himmel knallt und die Temperaturen in weiten Teilen Europas über 35 Grad klettern, bekommt sein Titel „Am Ende des Fortschritts“ etwas Beunruhigendes. Das Zeitfenster, innerhalb dessen sich die schlimmsten Folgen der Klimakrise abwenden ließen, habe sich geschlossen, schreibt der japanische Philosoph.

Besser jetzt als gleich solle man sich von technikoptimistischen Träumereien verabschieden, also der Idee, dass E-Autos, CO2-Speicherung oder KI uns vor dem Schlimmsten bewahren könnten: „Die Zukunft sieht düster aus. Im Angesicht eines ‚Endes der Welt‘ steht der Menschheit der Faschismus bevor.“