Mit Charme, Verkaufstalent und einem Netzwerk bis hin zu Warren Buffett: So wurde Ernst Tanner vom Bauernbub zum SchokoladenkönigDer Patron von Lindt & Sprüngli wird 80 Jahre alt. Seine Karriere als Manager sucht in der Schweiz ihresgleichen. Tanner redet gerne, aber bei zwei Themen wird er wortkarg: Rücktritt und René Benko.24.07.2026, 05.30 Uhr10 LeseminutenErnst Tanner im «Lindt Home of Chocolate» in Kilchberg: Der 80-Jährige ist bei Lindt & Sprüngli vom Manager zum Patron geworden.Vera Hartmann für NZZDer Mann fühlt sich wohl. Er zupft einem Jungen am Maître-Chocolatier-Hut, legt Fremden die Hand auf die Schulter, erkundigt sich bei einer Familie aus Oman, ob die Gestaltung des eigenen Schoko-Bären gelingt. Einige Besucher scheinen von der Freundlichkeit des ihnen unbekannten älteren Herrn im Anzug irritiert. Doch dieser lässt sich davon nicht beirren und wendet sich der nächsten Besuchergruppe zu.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.«Dieses Museum hier, das bin ich», sagt Ernst Tanner bei einem Rundgang durch das «Lindt Home of Chocolate» in Kilchberg am Zürichsee. Er ist ein stolzer Gastgeber, vielleicht auch, weil ihn viele für verrückt hielten, als er vor mehr als zehn Jahren mit der Idee für dieses Museum kam. Dafür fahre doch niemand von Zürich nach Kilchberg, hiess es. Im letzten Jahr zählte das Museum mehr als 800 000 Besucherinnen und Besucher, 70 Prozent von ihnen aus dem Ausland. Nur das Verkehrshaus in Luzern zieht in der Schweiz mehr Menschen an.Tanner ist ein Visionär. Nachdem er 1993 den CEO-Posten bei Lindt & Sprüngli übernommen hatte, formte er aus dem kriselnden Traditionsunternehmen einen globalen Schokoladekonzern mit 6 Milliarden Franken Umsatz und mehr als 15 000 Mitarbeitenden. Heute ist er Executive Chairman, ein Verwaltungsratspräsident, der eng ins operative Geschäft eingebunden bleibt. Doch Tanner hat noch mehr aus sich gemacht: Er ist vom Manager zum Patron geworden.Heute Freitag, am 24. Juli, feiert Tanner seinen 80. Geburtstag. Man merkt ihm das Alter zwar nicht an, dennoch stellt sich die Frage: Wie lange noch? Und was folgt bei Lindt & Sprüngli nach ihm? Tanner hat über Jahre eine Kontinuität geschaffen, wie sie nur bei wenigen Unternehmen vorkommt. Zugleich hat er eine Firma geformt, die sich ohne ihn kaum denken lässt.Der schwierige «Doktor Sprüngli»Das ist nicht absehbar, als Ernst Tanner 1993 zu Lindt stösst. Als ihn der legendäre, inzwischen verstorbene Headhunter Egon Zehnder anruft und ihm die Chefposition anbietet, winkt Tanner zunächst ab. Er leitet damals das Europageschäft beim amerikanischen Konsumgüterhersteller Johnson & Johnson. «Da ich viele Jahre im Ausland gearbeitet hatte, kannte ich die Marke Lindt kaum», sagt er heute.Erst nach einem persönlichen Anruf von Rudolph Robert Sprüngli, dem damaligen Patron, setzt sich Tanner ernsthaft mit Lindt auseinander. Er lässt sich eine Mappe mit den wichtigsten Informationen zustellen, analysiert die Firma – und erkennt ihr Potenzial.Wenige Wochen später präsentiert er dem Verwaltungsrat seine Ideen zur Neuausrichtung. Im Gremium sitzen Banker und Politiker, aber kaum Branchenkenner. Sie sind begeistert von Tanner: «Es ist wohl nicht übertrieben, wenn ich sage: Sie hatten noch nie so eine Präsentation gesehen.»Von da an hat er den Verwaltungsrat auf seiner Seite. Die Zusammenarbeit mit Rudolph Robert Sprüngli – bekannt unter dem Kürzel RRS – gestaltet sich jedoch schwierig. Sprüngli gilt als anspruchsvoll und unberechenbar. Vor Tanner verschliss er innerhalb weniger Jahre mehrere CEO – gemeinsam mit seiner Geliebten und späteren Frau Alexandra Gantenbein, die sich als Heilerin sah und einer umstrittenen amerikanischen Sekte angehörte.Der neue Job ist für Tanner ein Balanceakt: Er will das Unternehmen erneuern, ohne Sprüngli und Gantenbein vor den Kopf zu stossen. Er habe diese Situation hervorragend gemeistert, erinnert sich Uwe Sommer, der ihm 1993 von Johnson & Johnson zu Lindt folgte und bis 2017 der Konzernleitung angehörte. Selbst ungewöhnliche Ideen habe er mit Respekt aufgenommen. «Ernst besitzt die Gabe, sich jene Kämpfe auszusuchen, die sich wirklich lohnen.»Tanner selbst äussert sich zurückhaltend über «Doktor Sprüngli», wie er ihn bis heute nennt. Er erinnert sich jedoch, dass RRS sein Engagement am liebsten schon nach wenigen Monaten beendet hätte. «Er warf mir eines Tages plötzlich Kompetenzüberschreitung vor, weil die Marketingkosten etwas höher waren.»Doch die anderen Verwaltungsräte hatte Tanner bereits für sich eingenommen. Nach einem Jahr musste Sprüngli, dem nur wenige Prozent der Lindt-Aktien gehörten, das Verwaltungsratspräsidium an Tanner übergeben – wie es schon bei dessen Wechsel vereinbart worden war.1994 übernahm Ernst Tanner (links) von Rudolph Robert Sprüngli (rechts) das Verwaltungsratspräsidium von Lindt & Sprüngli. Die beiden hatten keine einfache Beziehung.KeystoneHeute besteht kein Zweifel, dass die Einrichtung eines Doppelmandats die richtige Entscheidung war – auch nicht innerhalb der Gründerfamilie. Als die NZZ für dieses Porträt Kontakt aufnimmt mit Rudolf Konrad Sprüngli, Sohn von RRS und langjähriger Lindt-Verwaltungsrat, schickt dieser eine dreiseitige Würdigung Tanners.Der «liebe Ernst» habe das internationale Potenzial der Marke früh erkannt, den Ruf der Schweizer Schokolade auf ein neues Niveau gehoben und «ein patriarchalisch geprägtes Stammhaus» in eine kohärent geführte Unternehmensgruppe verwandelt. «Persönlich und im Namen von acht Generationen der Familie Sprüngli möchte ich Dir unseren aufrichtigen Dank und unsere tief empfundene Anerkennung aussprechen.»Ein Massenprodukt, verkauft als HandwerkskunstTanners Erfolg basiert im Kern auf einer einfachen, aber wirkungsvollen Marketingstrategie: dass Lindts industrielle Massenprodukte – das Unternehmen produziert unter anderem rund sieben Milliarden Lindor-Kugeln pro Jahr – als in Handarbeit gefertigte Premiumprodukte wahrgenommen werden. Produkte, die sich sogar als persönliches Geschenk eignen.Sinnbild dafür ist der Maître Chocolatier mit weisser Haube und Schwingbesen. Die Figur, in einer Hamburger Werbeagentur entwickelt, prägt die Marke seit 1998. Intern gab es immer wieder Stimmen, die ihn ersetzen wollten, wie Tanner sagt. Doch er habe ihn stets verteidigt.Auch organisatorisch hat er das Unternehmen neu ausgerichtet. Tanner holte in Europa die Vertriebsrechte von Lizenznehmern zurück und gewann so die volle Kontrolle über die Marke Lindt zurück. Gleichzeitig setzte er auf eine dezentrale Struktur, die grosse Freiheiten für die Verantwortlichen in den Ländern und Abteilungen vorsieht. «Wir konnten unsere Bereiche führen, wie wir es für richtig hielten», sagt Hansjürg Klingler, Konzernleitungsmitglied von 1993 bis 2012.So förderte Tanner unternehmerisches Denken – und Innovationskraft. Lindt war der Konkurrenz wiederholt einen Schritt voraus, etwa als das Unternehmen Mitte der 1990er Jahre begann, eigene Shops aufzubauen. Der letzte grosse Coup gelang 2024 mit dem Hype um die Dubai-Schokolade. In Kilchberg kam es zu langen Warteschlangen.Jahrzehntelange Treue von FührungskräftenTanner lässt diese Erfolge Revue passieren, während er durch die Räume des «Home of Chocolate» schreitet. Bis heute ist er der unumstrittene Chef im Hause Lindt. Im Museum kennt er jede Infotafel, jede technische Spielerei. Er hat alle Details im Blick. «Funktioniert die Kugelbahn nun wieder einwandfrei?», fragt er den Museumsdirektor im Vorbeigehen.Unter Ernst Tanner ist Lindt & Sprüngli zum Weltmarktführer für Premium-Schokolade geworden. Seit 1993 hat sich der Umsatz des Konzerns versiebenfacht, auf fast 6 Milliarden Franken, der Aktienkurs ist um den Faktor 25 gestiegen. Der Marktwert des Unternehmens beträgt rund 22 Milliarden Franken.Wer die einzelnen Ideen hatte, die Lindt zum Erfolg führten, lässt sich heute nicht mehr immer klären. Unbestritten ist, dass Tanner ein einzigartiges Gespür für Marke und Innovation hat. Ein ehemaliges Mitglied des Managements stellt aber auch fest, dass Tanner gelegentlich dazu neige, den Ursprung sämtlicher guter Ideen bei sich zu sehen.Ein wichtiger Faktor war wohl auch, dass es Tanner gelang, ein verschworenes Team um sich zu scharen. Bei Lindt & Sprüngli sind Manager, die dem Unternehmen jahrzehntelang treu bleiben, nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Tanner führe nicht top-down, sondern fordere seine Leute heraus und wolle sie von seinen Ideen überzeugen, sagen Weggefährten.Gleichzeitig beteiligt Lindt die Manager finanziell stark am Erfolg. «Wir hatten grossen Spass, haben aber auch ausserordentlich gut verdient», sagt der ehemalige Marketingchef Sommer. Das gilt besonders für Tanner selbst. Mit seinem Cheflohn und den ihm zugeteilten Lindt-Aktien hat er ein Vermögen aufgebaut: Es wird heute auf über 400 Millionen Franken geschätzt. Kaum ein Manager in der Schweiz ist reicher geworden.Eine Schwäche für grosse Namen: Ernst Tanner (rechts) eröffnet 2011 mit dem Lindt-Markenbotschafter Roger Federer (links) die neue «Lindt Chocolateria» in Kilchberg.Alexandra Wey / Photopress / KeystoneGoldbarren für Gantner, Treffen mit Warren BuffettTanner kann Menschen für sich einnehmen. Dieses Talent nutzt er auch ausserhalb des Konzerns. Zur Weihnachtszeit lädt er jeweils ins Fondue-Chalet im Hotel Baur au Lac in Zürich. Vor wenigen Wochen erhielt Alfred Gantner, Mitgründer der Partners Group, einen handgeschriebenen Brief samt Goldbarren aus Lindt-Schokolade – als Dank für sein Engagement im Zollstreit mit den USA.Doch Tanners Beziehungsnetz reicht weit über die Schweiz hinaus. Eines seiner Vorbilder ist die Investoren-Legende Warren Buffett. Jahrelang schickte er ihm zu Ostern ein grosses Schokoladenei in die Firmenzentrale nach Omaha, Nebraska. Buffett bedankte sich jeweils schriftlich, wusste aber nicht, wer dieser «crazy guy» aus der Schweiz ist, wie Tanner sagt. Über den Lindt-Markenbotschafter Roger Federer und dessen Freund, den schweizerisch-brasilianischen Milliardär Jorge Paulo Lemann, kommt es schliesslich zum persönlichen Kontakt. Buffett lädt Tanner und dessen Sohn Derek nach Omaha ein.Selbst im Vatikan ist Tanner präsent. Lindt versorgt die Schweizergarde mit Schokolade, was dem Patron jährlich einen nahezu privaten Besuch des Petersdoms ermöglicht. «Da fühlt man sich ganz klein, ein unbeschreibliches Erlebnis», sagt der Katholik. Eine Audienz beim Heiligen Stuhl hatte er auch schon – nicht jedoch beim amtierenden Papst. Doch Tanner arbeitet auch daran: «Vielleicht kann ich zusammen mit Roger etwas organisieren. Schliesslich ist Papst Leo ein grosser Tennis-Fan.»Der Bauernbub vom Ende der SchweizTanners Welt war nicht immer so gross. An seiner linken Hand trägt er einen Siegelring mit dem Familienwappen. Die Tanners stammen aus Bargen im Kanton Schaffhausen, dem nördlichsten Dorf der Schweiz. Dort wächst Tanner auf einem Bauernhof auf. Heute zählt Bargen 340 Einwohner, in Tanners Kindheit waren es 200.«Das Dorf wurde mir schnell zu klein», sagt Tanner. Seine Kindheit beschreibt er dennoch als idyllisch. Der Vater war Landwirt, die Mutter unter anderem für die Finanzen zuständig. Die Grossmutter wiederum sorgte dafür, dass er und seine Schwester die Hausaufgaben machten und auch einmal ein Buch lasen. Seine Lieblingsfächer waren Geschichte und Geografie. «Fremde Länder faszinierten mich, ich wollte die Welt sehen.»Die kaufmännische Lehre führte ihn ins zwölf Kilometer entfernte Schaffhausen. Immerhin. Später arbeitete er einige Monate beim Pharmaunternehmen Cilag. Dieses Engagement zwischen Rekrutenschule und Weiterbeschäftigung erwies sich als wegweisend: Cilag gehörte bereits damals dem Weltkonzern Johnson & Johnson, dem Tanner bis zu seinem Wechsel zu Lindt 26 Jahre lang treu bleiben sollte.Die Karriere führt ihn nach London, Brüssel, Texas, New Jersey – und zurück in die Schweiz. Er spricht von einer «harten Schule» und meint das positiv. Uwe Sommer ist überzeugt, dass Tanner besonders in Kommunikation und Auftreten stark von dieser Zeit profitierte: «Der Konzern war damals immer wieder auch in Skandale verwickelt und hat seine Topmanager deshalb stark geschult in Medien- und Öffentlichkeitsseminaren.»Mehrmals stand Tanner vor dem Absprung. Ihn reizte das Unternehmertum, er wollte etwas Eigenes aufbauen. Doch Johnson & Johnson hielt ihn mit immer neuen Angeboten und Aufgaben bei der Stange. Zum Unternehmertum fand er deshalb erst viel später. 2017 kaufte er privat die französische Messerschmiede Forge de Laguiole, die sein Sohn Derek führt. «Ich habe meinem Sohn gesagt: Du musst aus Forge de Laguiole das Louis Vuitton der Messer machen.» Der grosse Erfolg blieb jedoch bisher aus. Gleiches gilt für das Tech-Startup Orderfox, das Industriefabrikanten mit Zulieferern zusammenführen will.Das Museum von Lindt & Sprüngli zählt mehr als 800 000 Besucher pro Jahr – und Ernst Tanner hat grosse Pläne für einen Ausbau.Vera Hartmann für NZZDas Benko-TraumaDie Beteiligungen der Tanners werden vom Family-Office im Zürcher Seefeld aus gesteuert. Auch im Immobilienbereich sind sie aktiv. Es ist ein Business, das in den vergangenen Jahren eigentlich ein Selbstläufer war, zumindest in der Schweiz. Doch Tanner, mit seiner Faszination für die Jetset-Welt, geriet an den Falschen. Ausgerechnet er, der Leute einzunehmen vermag, wurde eingenommen: von René Benko.Zu dem Selfmade-Milliardär, dessen Immobilienimperium Signa 2023 wie ein Kartenhaus zusammenbrach, pflegte Tanner eine enge Beziehung. Gemeinsame Abendessen an der Côte d’Azur, gemeinsames Feiern, gemeinsame Segeltörns – man mochte sich. Tanner investierte als einer der Ersten in Benkos Signa-Gruppe. Doch sein Vertrauen war nicht blind: Später beteiligte er sich nicht mehr an Kapitalerhöhungen, weil er mit der Expansion ins Warenhausgeschäft nicht einverstanden war. Stattdessen verkaufte er einen Teil seiner Anteile lange vor Benkos Crash – und verdiente damit Millionen.«Für mich persönlich war das Signa-Investment insgesamt kein Verlustgeschäft», sagt Tanner. Gegenüber den österreichischen Behörden gab er zu Protokoll, dass er sich «betrogen, geschädigt und getäuscht» fühle. Im Gespräch mit der NZZ relativiert er diese Aussagen jedoch: «Ich hege keinen Groll gegen René Benko.»Völlig gelassen sieht der erfolgsverwöhnte Schokoladenkönig das Thema aber wohl nicht. Personen aus seinem geschäftlichen und privaten Umfeld sagen, die Benko-Affäre habe ihn stark beschäftigt – und er vermeide es bis heute, darüber zu sprechen.Der Patron hat Pläne – aber nicht für seinen AbgangAuch über ein zweites Thema spricht Tanner ungern: sein Alter und die Frage seiner Nachfolge. Jene, die ihn persönlich kennen, sind sich einig: Tanner wird noch lange weiterarbeiten. Der langjährige Weggefährte Hansjürg Klingler formuliert es wie folgt: «Ernst Tanner wird man mit dem Sarg aus der Firma tragen müssen.» Er ergänzt jedoch: «Für Lindt & Sprüngli ist es ein Segen, dass er so lange wie möglich weitermachen will.»Diese Einschätzung teilen nicht alle. Vor allem institutionelle Aktionäre sind der Ansicht, es sei Zeit, dass Tanner Platz mache für einen jüngeren Verwaltungsratspräsidenten. In den vergangenen Jahren erhielt er an der Generalversammlung jeweils nur rund 80 Prozent der Stimmen für seine Wiederwahl. Für die Gepflogenheiten von Generalversammlungen ist das ein schlechtes Resultat, das auch ein Misstrauen gegenüber seiner Allmacht bei Lindt & Sprüngli spiegelt.Tanner beeindruckt das wenig. Er verfolgt weiterhin grosse Pläne für Lindt, besonders für das «Home of Chocolate» in Kilchberg. «Hier braucht es mehr Platz, die Leute stauen sich», sagt er auf dem Rundgang und ergänzt: «Diesen Teil der Ausstellung müssen wir verbessern.»Tanner will das Museum weiterentwickeln und plant einen umfassenden Umbau: Büros sollen weichen, neue Räume entstehen. 2028 soll zudem ein «Schoggi-Schiff» vom Stapel laufen, das Besucher direkt vom Bürkliplatz nach Kilchberg bringen wird. Viele im Unternehmen wissen noch nichts von diesen Plänen; Tanner jedoch hat sie bereits klar vor Augen. Zurückbuchstabieren kommt für ihn nicht infrage. «Ich bin kerngesund und denke überhaupt nicht ans Aufhören.»Zudem will er das Museumskonzept international ausrollen – nach Dubai, Schanghai, Miami und wohl auch São Paulo. In jene grosse Welt, von der er im Geografieunterricht im kleinen Bargen einst träumte.Passend zum Artikel